Archivierter Artikel vom 03.12.2021, 16:07 Uhr

Deutlich mehr Stromer als Diesel – Starker Rückgang der Pkw-Neuzulassungen

Der deutsche Pkw-Markt ist im November um fast ein Drittel geschrumpft. Vom Negativtrend sind alle Klassen und fast alle Antriebsarten betroffen. Eine Ausnahme gibt es jedoch.

Von Mario Hommen/SP-X

SP-X/Flensburg. Die Absatzschwäche auf dem deutschen Pkw-Markt für Neuwagen hat sich im November fortgesetzt und weiter verstärkt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet, wurden insgesamt 198.258 Pkw neu zugelassen, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat von 31,7 Prozent entspricht.

Deutlich weniger als im Durchschnitt aller Fahrzeugklassen haben die SUV eingebüßt. Hier sanken die Zulassungszahlen um lediglich 11 Prozent, sie weisen mit 29,1 Prozent auch den mit Abstand größten Marktanteil auf. Deutliche Einbußen gab es bei den Kompakten mit – 44,3 Prozent und bei den Kleinwagen mit – 34,8 Prozent. Hier sanken die Marktanteile auf 15,5 beziehungsweise 15,2 Prozent. Den stärksten Rückgang mussten die Großraum-Vans hinnehmen, die knapp 70 Prozent verloren.

Bei den Motorisierungen konnten sich lediglich E-Autos gegen den Negativtrend behaupten: Rein batteriebetriebene Modelle (BEV) legten um 39 Prozent auf 40.270 Einheiten zu und erreichten damit einen Marktanteil von 20,3 Prozent. 59.251 Neuwagen wiesen einen hybriden Antrieb auf, was einem Rückgang um 17,6 sowie einem Marktanteil von 29,9 Prozent entspricht. Bei nahezu jedem zweiten Neufahrzeug mit Hybridantrieb handelte es sich um einen Plug-in-Hybriden. Mit 27.899 Einheiten war ihr Anteil um 8,9 Prozent rückläufig, ihr Marktanteil lag bei 14,1 %. Die Neuzulassungen von Pkw mit Benzinmotoren nahmen um -43,6 Prozent ab, so dass ihr Marktanteil auf 33,3 Prozent schrumpfte. Die Anzahl dieselbetriebener Pkw ging gegenüber dem Vorjahresmonat um -55,7 Prozent zurück, ihr Anteil lag bei 15,8 Prozent.

Mario Hommen/SP-X