Auch ein milder Sommer ist gefährlich – Hitzeschäden auf der Autobahn

Sogenannte Blow-ups können zu schweren Unfällen führen. Nicht nur in extremen Hitzesommern stellen sie eine Gefahr dar.

Sommerhitze kann der Fahrbahnoberfläche zusetzen
Sommerhitze kann der Fahrbahnoberfläche zusetzen

SP-X/Berlin. Trotz eines vergleichsweise milden Sommers gab es auch in diesem Jahr Hitzeschäden auf den deutschen Fernstraßen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat für das laufenden Jahr sechs Vorfälle gemeldet, davon allein drei auf der A 1 in Norddeutschland. Betroffen waren auch die A 10, die A 5 und die A9. Im Vorjahr wurde lediglich eine Beschädigung registriert, 2019 waren es zehn. Besonders hoch war die Zahl 2015, als die Autobahnmeistereien 14 Fälle meldeten.

Welche Art von Beschädigungen 2021 vorlagen, ergibt sich aus der nun von der Bundesregierung auf Anfrage des Parlaments vorgelegten Statistik nicht. In den Vorjahren machten sogenannte Blow-ups einen großen Teil der Probleme aus, die vor allem an Betonfahrbahnen aus den 70er- und 80er-Jahren auftreten. Dabei handelt es sich um plötzliche Aufwölbungen oder Aufbrüche der Fahrbahndecke, die vor allem an Nahtstellen und Fugen vorkommen. Für Auto- und Motorradfahrer stellen solche Verwerfungen eine große Gefahr dar.

Holger Holzer/SP-X