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    Berlin

    Planen und vorarbeiten – Die Dezember-Aufgaben im Garten

    Eis und Schnee im Dezember haben für die Gartenarbeit auch Vorteile: Frostige Erdklumpen zerfallen fast von selbst und ausgemusterte Pflanzen lassen sich leichter abräumen. Außerdem kann man für die wärmeren Tage planen.

    Dezember im Garten: Hagebutten schneiden
    Sie zieren auch im kalten Dezember noch den Garten: Hagebutten können geerntet und zur Dekoration des Hauses verwendet werden. Am besten sind frisch geschnittene Zweige.
    Foto: Andrea Warnecke - DPA

    Im Dezember ruht der Garten. Zumindest das meiste, wenn Schnee liegt. Dann kann sich der Gärtner um seine Geräte kümmern und diese warten, sagt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Wenn es draußen keine Minusgrade hat, kann der Hobbygärtner dort aber noch einiges erledigen:

    Unbenutzte Gartengeräte im Winter pflegen
    Werden nicht aktiv gebraucht und vertragen sicher auch etwas Pflege: Die Gartengeräte und Werkzeuge können im Dezember gereinigt werden. Sie sollten trocken und sauber gelagert werden.
    Foto: Kai Remme - DPA

    Vorbereiten: «An schönen Tagen kann ich die Beetflächen, die ich im Frühjahr umgestalten will, abräumen», sagt die Gartenexpertin. «Alles, was raus muss, kann nun schon raus.» Dann hat man nach dem Winter weniger zu tun.

    Schnee im Garten: Nicht alle Pflanzen können ihn gut tragen
    Hecken können dünne Schneeschichten locker tragen. Zu viel Weiß sollten Gartenbesitzer aber entfernen. Zarte immergrüne Pflanzen leiden unter dem nassen Weiß, ihre Zweige können brechen.
    Foto: Andrea - DPA

    Kompost bearbeiten: An schönen Dezembertagen können Hobbygärtner den Kompost umdrehen. «Je öfter ich das mache, desto besser wird die Erde», erläutert Van Groeningen. «Ich würde es mindestens einmal im Jahr machen.» Bereits verrottete Erde kommt auf die leeren Beete.

    Auflockern: Schwere und lehmige Böden gräbt Van Groningen im Winter um. Dann sei die Arbeit leichter - denn es sei nur nötig, die Erde grob aufzulockern. Die großen Lehmstücke erledigt der Frost: Sie zerbrechen bei Minusgraden, weshalb der Hobbygärtner im Frühjahr nur noch mit der Harke über das Beet gehen muss.

    Auswählen: Hobbygärtner können den Dezember nutzen, um durch Pflanzkataloge zu stöbern und Samen und Knollen zu bestellen. «Machen Sie sich nun Notizen», betont Van Groeningen. «Denn nur wer wirklich recherchiert und plant, rennt im Frühjahr nicht wie ein Huhn ohne Kopf durch das Gartencenter und weiß nicht, was er kaufen soll.»

    Schnee räumen: Dicke schwere Schneedecken sollten Hobbygärtner von Immergrünen holen. Sonst zerbrechen sie.

    Abdecken: Ein Vlies oder ein Platz im Schatten schützt wintergrüne Pflanzen wie den Kirschlorbeer vor der Sonne an frostigen, aber klaren Tagen. Sonst beginnen sie, angeregt von der Wärme, nach Wasser zu saugen. Da sie aber keines aus dem gefrorenen Boden bekommen, verdursten sie ohne Sonnenschutz.

    Ratgeber: Garten & Umwelt
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