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    Polizei kündigt weitere Tour-Kontrollen an

    Vor dem Start der 98. Tour de France hat die französische Polizei ein hartes Durchgreifen gegen potenzielle Doper signalisiert und setzt dabei offensichtlich auf Abschreckung.

    Kontrolle
    Der Mannschaftsbus des belgischen Quick-Step-Teams wurde genau unter die Lupe genommen.
    Foto: DPA

    Eine Spezialeinheit der Anti-Doping-Behörde OCLASESP beschlagnahmte den Bus des belgischen Teams Quick-Step, in dem Ex-Rad-Weltmeister Tom Boonen und der Pulheimer Gerald Ciolek fahren.

    Die Routine-Untersuchungen verliefen laut Teamchef Wilfried Peeters ohne Ergebnis. Die Polizei hätte Peeters angekündigt, dass «es weitere Kontrollen bei weiteren Teams» geben wird, meldete die «L'Équipe». Bei dem Polizeieinsatz war der Bus vom Teamhotel in Challans ins 50 Kilometer entfernte La Roche-sur-Yon zur Inspektion gebracht worden. In der Nacht durfte das Radprofi-Team den Bus abholen.

    Unruhe herrschte vor dem Tour-Start auch im Omega-Team von André Greipel (Hürth) und Philippe Gilbert (Belgien). Bei Wim Vansevenant, einem ehemaligen Radprofi des Teams, war am Flughafen von Brüssel ein an ihn adressiertes Päckchen mit «ultra-modernen Dopingmitteln» aus Australien konfisziert worden. Vansevenant war im Team sporadisch als Fahrer für VIP-Gäste eingesetzt worden. Die Medikamente im Wert von «mehreren tausend Dollar», wie Medien übereinstimmend berichteten, seien zum Eigenbedarf bestimmt gewesen, versicherte der Belgier.

    Am Donnerstag war der Belgier Sven Schoutteten, Teilzeit-Betreuer im US-Team BMC, in dem Tour-Mitfavorit Cadel Evans und Marcus Burghardt (Chemnitz) fahren, in seinem Heimatland festgenommen worden. Gegen ihn laufen seit 18 Monaten Ermittlungen wegen des Besitzes von 195 Fläschchen des Blutdopingmittels EPO.

    Radsport
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