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    Rheinland-Pfalz

    Lewentz: Baumholder hat in den USA weiter gute Karten

    Obwohl die USA bei ihren Streitkräften einen harten Sparkurs fahren, hat der US-Stützpunkt Baumholder im Kreis Birkenfeld nach wie vor gute Karten. Davon zeigt sich Innenminister Roger Lewentz nach seiner Rückkehr von sechstägigen Konsultationen in Washington überzeugt. Das Gleiche gelte für Ramstein, Spangdahlem und Weilerbach. "Eine dauerhafte Garantieerklärung kann uns aber derzeit niemand geben."

    Weicher Standortfaktor: das gute Miteinander in Baumholder. Foto:
    Weicher Standortfaktor: das gute Miteinander in Baumholder.
    Foto:

    Von unserer Redakteurin Claudia Renner

    Im schärfer werdenden Konkurrenzkampf der US-Militärstandorte könne Baumholder mit den guten Trainingsmöglichkeiten für internationale Nato-Einsatzkräfte auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr punkten. Lewentz kündigte an, gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeindde, Peter Lang, nach Wegen zur Senkung der hohen Stromkosten von US-Liegenschaften zu suchen. Dabei könnten regenerative Energiequellen eine Rolle spielen.

    Nicht zu unterschätzen seien auch weiche Faktoren wie die mit Unterstützung des Landes gebauten Wohnungen für US-Militärangehörige (Housings) und die Willkommenskultur von Bürgern und Behörden. Eine Absage gibt es aber für Hoffnungen, dass nach dem Abzug der großen Kampfbrigade 2012 andere Kampfeinheiten nach Baumholder kommen könnten. Die Kaufkraft der 170. Infanteriebrigade habe jedoch keine größere Rolle mehr gespielt, da die Soldaten meist im Auslandseinsatz gewesen seien, sagte Lewentz. Derzeit hat die Garnison 2000 Dienstposten.

    Der Bau eines US-Militärkrankenhauses für knapp 1 Milliarde Dollar in Weilerbach (Pfalz) rückt unterdessen näher. Am Donnerstag genehmigte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Rodung von 46 Hektar Wald. Vorausgegangen sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung, teilte die Bima mit. Die Eingriffe in schützenswerte Naturräume würden minimiert. Sorgen von deutschen Naturschützern, die mit Klagen drohen, würden in den USA ernst genommen, sagte Lewentz. Seine Gesprächspartner gingen aber davon aus, dass die deutschen Behörden ihre Hausaufgaben gemacht hätten. "Man erwartet einen Baubeginn in diesem Jahr", so Lewentz.

    Der Minister hat in der US-Hauptstadt mehr als 20 Gespräche mit hochrangigen US-Militärs, Mitgliedern von Präsident Obamas Beraterstab sowie mehreren Kongressabgeordneten geführt. "Die Amerikaner analysieren sehr genau, wo auch im Ausland Sparpotenzial liegt", sagte Lewentz.

    Bis 2018 sollen die Ausgaben für die Armee um 10 Milliarden Dollar auf 128 Milliarden sinken, die Luftwaffe muss von 150 Milliarden 8 Milliarden Dollar einsparen. Die Armee soll um 70.000 auf 490 000 Soldaten verkleinert werden, die Airforce um 25.000 Soldaten.

    Der Militärflugplatz Spangdahlem in der Eifel sei wegen seiner Bedeutung als Drehkreuz nach Asien und Afrika und wegen der US-Investitionen von 183 Millionen Euro in seinen Ausbau gesichert. Landesweit sind noch 18.500 US-Soldaten stationiert und 8000 Mitarbeiter beschäftigt.

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