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Berlin

"The Voice of Germany": Wer singt sich in die nächste Runde?

Désirée Thorn

Talentschmiede Rheinland-Pfalz: Noch nie zuvor kamen so viele Teilnehmer der TV-Musikshow „The Voice of Germany“ aus der Region. In der aktuellen Staffel sind es gleich fünf Künstler – drei von ihnen kommen aus dem Westerwald, eine vom Rhein. Ein weiterer Kandidat lebt in Mainz. Alle fünf haben die erste Runde des Wettbewerbs gemeistert, der auf Sat.1 und ProSieben ausgestrahlt wird.

Nun stehen die sogenannten Battles an. Dabei treten die Talente in den direkten Wettstreit mit ein bis zwei ihrer Teamkollegen. Gemeinsam performt die jeweilige Gruppe ein Lied vor den Coaches und dem Publikum. Doch nur einer der Sänger darf direkt in die nächste Runde weiter. Für drei der Kandidaten aus unserer Region entscheidet sich bereits am heutigen Donnerstag, ob sie weiterkommen. „Ring frei“ heißt es etwa für die Rhenserin Helen Leahey. Die 30-Jährige mit der extrem tiefen Stimme wird gegen den 22-jährigen Philipp Piller antreten. Gemeinsam präsentieren sie das Lied „Tear Drop“ von Massive Attack. Die gebürtige Waliserin war zur ersten Runde der Castingshow, den sogenannten Blind Auditions, mit dem irischen Lied „Danny Boy“ angetreten.

Mit ihren gerade einmal 16 Jahren gehört Luana Eschment aus Nauort im Westerwaldkreis zu den jüngsten Kandidaten der Erfolgsshow. Einschüchtern lässt sie sich trotzdem nicht. Auch sie wird sich am Abend ihrer Battle-Gegnerin, der 26-jährigen Maria Giuseppina Cammisa, stellen. Die beiden performen den Song „Blaue Augen“ von Ideal. In der ersten Runde der Show hatte Eschment die Coaches mit dem Lied „Morgens immer müde“ von Laing überzeugt.

Auch Miguel Fialho (17) aus dem Westerwald gehört zu den Nesthäkchen der diesjährigen Staffel. Im Battle muss der Gemündener, der das Landesmusikgymnasium in Montabaur besucht, gegen die doppelt so alte Katy Winter antreten, die bereits auf eine Karriere in der Schweiz zurückblicken kann. Mit dem Lied „Back to You“ von Louis Tomlinson zeigen sie ebenfalls am heutigen Donnerstagsabend, was sie können. Fialho hatte bei den Blind Auditions das Lied „Shape of You“ von Ed Sheeran gesungen.

Zwei der fünf Kandidaten aus der Region müssen weiter auf ihren Auftritt warten: zum einen Daniel Castro Dominguez. Der 20-Jährige aus Schöneberg im Kreis Altenkirchen konnte in der ersten Runde gleich alle vier Juroren für sich begeistern. Wie er sich im direkten Duell schlagen wird, ist jedoch erst am kommenden Sonntag zu sehen. Die erste Runde der Show hatte der Schöneberger mit dem Lied einer Frau bestritten: „Million Years Ago“ von Adele. Und erst kommende Woche geht ein Kandidat aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz in sein Battle: Michel Oehrlein ist 26 Jahre alt und ausgebildeter Schauspieler.

Dass es gerade aus unserer Region so viele Musiktalente in die zweite Runde der Show geschafft haben, ist nach Ansicht eines Sprechers der Sendung jedoch purer Zufall. Es könnte auch geholfen haben, dass gleich zwei der Castings vor rund neun Monaten ganz in der Nähe stattfanden. In Köln und Frankfurt konnten sich die Musiker nämlich bewerben, außerdem in Stuttgart, Berlin, München und Hamburg.

Die Sendung „The Voice of Germany“ wird donnerstags auf ProSieben und sonntags auf Sat.1, jeweils ab 20.15 Uhr, ausgestrahlt.

Von unseren Reporterinnen Désirée Thorn und Marion Ziegler

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