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StuttgartTatort-Kritik: Der lange Schatten der RAF

Wolfgang M. Schmitt

Was geschah in der Nacht zum 18. Oktober 1977 in Stammheim? Begingen die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen wirklich Selbstmord, oder hat vielleicht doch der Staat selbst seine Hände mit im Spiel gehabt? Endgültig beantwortet ist die Frage bis heute nicht – „Der rote Schatten“, der neue Stuttgarter „Tatort“, stellt sie nun erneut. Mehr noch: Er bebildert mit pseudodokumentarisch in Super-8 gedrehten Rückblenden beide Versionen. Das ist eine Provokation, wird doch die Theorie, wonach ein Sondereinsatzkommando die Terroristen getötet haben soll, eher als Verschwörung abgetan.

Regisseur Dominik Graf, ein Meister des deutschen Krimigenres, aber will mit diesem „Tatort“ provozieren, denn bis heute ist vieles ungeklärt, vor allem die Rolle des Verfassungsschutzes mit seinen außer Kontrolle ...
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