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    Ringracer: Die Startampel steht endgültig auf grün

    Seit Mittwoch liegt der Nürburgring Betriebs GmbH (NBG) die endgültige Bau- und Betriebsgenehmigung für den Ringracer vor. Freunde des gepflegten Adrenalinschubs auf Achterbahnen aller Art müssen sich dennoch gedulden.

    Von unserem Redakteur Uli Adams

    Um sämtliche Sicherheitsauflagen der Kreisverwaltung Ahrweiler als Genehmigungsbehörde zu erfüllen, wird es noch einige Tage dauern bis die 170 km/h schnelle Bahn für den Publikumsverkehr geöffnet wird. Das teilte die Betriebsgesellschaft am Mittwoch auf Anfrage mit.

    Aber das jahrelange rechtliche Gezerre um den Betrieb der zur Eröffnung des Freizeit- und Geschäftszentrums am Nürburgring in 2009 als schnellste Achterbahn der Welt angekündigten Fahrgeschäfts ist beendet. „Die Nürburgring Betriebs GmbH hat keine Einwände erhoben und mitgeteilt, dass sie keine Stellungnahmen mehr abgibt. Damit konnte die Baugenehmigung jetzt offiziell erteilt werden“, heißt es aus dem Kreishaus in Ahrweiler.

    Anders ausgedrückt: Die Nürburgring-Insolvenzverwalter als (derzeitige) Chefs am Ring akzeptieren sämtliche Sicherheitsforderungen aus dem Kreishaus. Und das ist auch der Grund dafür, warum Achterbahn-Freunde sich noch einige Tage gedulden müssen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Auflagen in kürzester Zeit zu erfüllen, um den ersten offiziellen Abschuss des Racers mit Publikum noch in diesem Monat zu ermöglichen“, so der Sprecher der NBG, Pietro Nuvoloni.

    Denn die von der Kreisverwaltung am Freitag zugestellte und übers Wochenende aufgearbeitete vorläufige Baugenehmigung barg dann für die Ringmitarbeiter doch noch Überraschung. „Wir werden jetzt Schulungen von Mitarbeitern für Betrieb und mögliche Evakuierung des Racers belegen, Gesundheitschecks nachweisen und Schilder in unterschiedlichen Sprachen drucken und aufstellen lassen, die auf Sicherheitsmaßnahmen hinweisen“, so der Kölner Medienberater Nuvoloni gegenüber der Rhein-Zeitung. „Wenn das erledigt ist, gibt es eine kurze schriftliche Information an die Kreisverwaltung und dann starten wir!“

     

    Und das soll noch im Oktober sein. Dann darf jeder Besucher des Indoor-Erlebnisparks „Ringwerk“ auch auf den Racer. Und weil das Fahrerlebnis zwar ein sehr intensives, aber doch recht kurzes ist, soll jeder Mitfahrer zwei Runden über die Start-und-Ziel-Gerade der Grand-Prix-Strecke, durch die 42 Meter hohe Kurvenkombination und zurück über den Ring-Boulevard ins Ringwerk drehen dürfen. Für Nürburgring-Besucher, die nur den Adrenalinkick auf dem Racer suchen, aber kein Interesse am überdachten Freizeitpark haben, soll es in Zukunft ebenfalls eine Möglichkeit geben, Tickets zu kaufen.

    Pietro Nuvoloni spricht zwar von einem „guten Tag für den Nürburgring“, aber auch davon, dass man die Auflagen der Kreisverwaltung bis ins Detail erfüllen wird. Und die Kreisverwaltung verweist in ihrer Stellungnahme zur endgültigen Baugenehmigung erneut auf strengste Sicherheitsanforderungen zum Schutz von Fahrgästen und Besuchern. Dazu zählten unter anderem das Evakuierungskonzept und der Rettungsplan für etwaige Stör- und Notfälle, hohe Anforderungen an Eignung, Qualifikation und Anzahl des Sicherheitspersonals einschließlich der Kontrolle von Fahrgästen, die Wartungs-, Test- und Prüfintervalle der Anlage sowie umfangreiche Dokumentationspflichten zur Betriebssicherheit. „Die Kreisverwaltung als Untere Bauaufsichtsbehörde wird die Erfüllung und Einhaltung der Anforderungen der Baugenehmigung kontrollieren“, macht die Behörde zum Schluss klar.

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