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    Sotschi

    Savchenko/Szolkowy gehen volles Risiko mit Kurzkür

    Alles oder nichts! Mit der aufgepeppten Weltmeisterkür zum «Rosaroten Panther» wollen die Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy im Kampf um Olympia-Gold die russische Konkurrenz verblüffen.

    Riskant
    Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ändern ihr Kurzprogramm.
    Foto: Hannibal Hanschke – DPA

    «Es war die ganze Saison im Hinterkopf, aber jetzt haben wir die Katze aus dem Sack gelassen», sagte der Chemnitzer Trainer Ingo Steuer bei einer Pressekonferenz in Sotschi.

    Ihr lange einstudiertes Kurzprogramm zu «When winter comes» von André Rieu werden die Sachsen nun nur in der Abschlussgala zeigen, stattdessen am Dienstag in den alten Kostümen von 2011 den «Pink Panther» laufen. «Wir fahren Vollgas, was am Ende herauskommt, werden wir sehen», sagte der 34 Jahre alte Szolkowy. Katarina Witt war von der Risikobereitschaft angetan. «Richtige Entscheidung», twitterte die Olympiasiegerin.

    Die viermaligen Weltmeister wollen sich sportlich durchsetzen, mit den Gerüchten um Preisrichterabsprachen zwischen Russland und den USA zu ihren Ungunsten beschäftigen sie sich nicht. «Wir haben keinen Einfluss auf so etwas. Wir konzentrieren uns auf uns. Damit sind wir bisher immer gut gefahren», betonte Steuer. In der französischen Sportzeitung «L'Équipe» wird ein Russe zitiert, der anonym behauptet, die Gastgeber hätten einen Deal mit den Amerikanern. Danach soll Russland Gold im Teamevent und im Paarlauf zugeschanzt bekommen, die USA dafür im Tanz gewinnen. Sowohl die amerikanische Delegation als auch die Internationale Eislauf-Union wiesen derartige Spekulationen zurück.

    Vor zwölf Jahren hatte es in Salt Lake City nach aufgedeckten Mauscheleien nachträglich zweimal Gold im Paarlauf gegeben, und das Bewertungssystem war geändert worden. «So etwas wäre nicht gut für das Image unseres Sports, aber ich glaube es auch nicht», sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union, der Nachrichtenagentur dpa. Sie glaubt dagegen an die guten Vorzeichen für den Olympiasieg der viermaligen Europameister, die von Fans und der ukrainischen Familie Savchenkos am Flughafen begrüßt wurden.

    «Als wir ins Dorf kamen, wurde sogar die Kürmusik von Aljona und Robin gespielt, das war ein Zeichen», meinte Treitz. Mit einer überragenden Kür zur Ballettmusik Peter Tschaikowskys «Nussknacker» hatten sie zum vierten Mal das Grand-Prix-Finale gegen die Russen Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow gewonnen. «Wir haben gezeigt, wer Chef im Haus ist», sagte die 30 Jahre alte Savchenko. Es war ihre Initiative mit der kurzfristigen Änderung des Kurzprogramms, sie fühlte sich im Rieu-Programm nicht wohl.

    «Beim Grand Prix in China haben mir Fans zwei kleine Pink Panther geschenkt. Das liegt den Leuten wohl immer noch am Herzen», erzählte sie. Da sei sie ins Grübeln gekommen. Die Kür, mit der die Ausnahmeläufer vor drei Jahren in Moskau triumphierten, wurde flugs umgestaltet. «Wir laufen die gleichen Elemente wie bei dem Rieu-Programm, ich habe eigentlich nur die Musik ausgetauscht», sagte Steuer und ergänzte: «Ich vertraue meinen Sportlern voll.» Savchenko hat zur Sicherheit die beiden rosaroten Panther-Stofftiere aus China als Glücksbringer in Sotschi dabei.

    Olympia 2016 in Rio - Deutsches Team - News
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