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    Sotschi

    Olympia-Jugendspiele als Sprungbrett für Preuß & Co.

    Die Olympischen Jugendspiele sind ein Sprungbrett für Talente. Nur zwei Jahre nach der Premiere in Innsbruck gehören die Biathletin Franziska Preuß und Skispringerin Katharina Althaus bereits zum deutschen Olympia-Team in Sotschi.

    Erfahrung
    Franziska Preuß hat den Sprint schon hinter sich gebracht.
    Foto: Kay Nietfeld – DPA

    «Ich weiß nicht, ob mir die Erfahrungen von den Jugendspielen helfen», sagte die 19 Jahre alte Preuß, die bei der Nachwuchs-Edition dreimal Gold gewann. «Denn die Olympischen Spiele sind ja noch mal eine Nummer größer.» Wie groß, erlebte sie beim Debüt am Sonntag – nur Platz 41 im Sprint.

    Dennoch waren für Preuß und Althaus die Jugendspiele schon ein wichtiger Testlauf für die großen Spiele. «Für mich war das eine riesige Erfahrung. Ich habe eine Menge gelernt und Selbstvertrauen gesammelt», sagte Skisprung-Talent Althaus vor ihrer Doppel-Premiere. Bei ihrem Olympia-Debüt gehört sie zu den ersten Frauen der Winterspiele-Geschichte, die im Skispringen antreten.

    «Wenn da jemand cool bleiben kann, dann Respekt», bekannte die Oberstdorferin, die bei den Jugendspielen Team-Gold und Silber holte. «Die Freude ist aber definitiv größer als die Aufregung.» Ordentlich Rückenwind gab ihr der vierte Platz vor einem Monat beim Weltcup im russischen Tschaikowski. «In dieser Saison hat es ganz gut funktioniert. In Sotschi will ich möglichst unter die ersten Zehn kommen», hoffte sie vor ihrem Olympia-Einstand am Dienstag. Sie ist überzeugt, dass das Frauen-Skispringen durch die Aufnahme ins Winterspiele-Programm Aufwind bekommen wird: «Das ist ein Riesenschritt. Ich glaube, dass das ganz groß werden kann.»

    Für die Biathletin Laura Dahlheimer waren die europäischen Jugendspiele 2011 im tschechischen Liberec ein wichtiger Zwischenschritt in ihrer Laufbahn. «Bis dahin bin ich nur im Deutschland-Pokal bei nationalen Wettbewerben gestartet», sagte die «Juniorensportlerin des Jahres». «Bei den Jugendspielen konnte man endlich mal sehen, wo man international steht.»

    In Deutschland gebe es ein gutes Niveau in der Nachwuchsarbeit, aber als junger Athlet wisse man nie, was man im Vergleich mit Gleichaltrigen anderer Länder wert sei. «Bei mir ist es dann super gegangen. Ich habe drei Rennen gewonnen. Das war eine tolle Motivation», meinte Dahlheimer. Dass sie sich als 20-Jährige für die Sotschi-Spiele qualifiziert hat, ist für sie «einfach der Wahnsinn». Beim Olympia-Einstand bekam diese Euphorie ebenso wie bei Preuß einen ersten Dämpfer: Im Sprint zahlte sie als 46. olympisches Lehrgeld.

    Für Maritta Becker sind die Olympischen Jugendspiele ideal, um den eigenen Stellenwert zu testen und den Übergang vom Junioren- in den Erwachsenenbereich zu erleichtern. «Ich war damals 13 Jahre alt, als ich ins A-Team kam, und musste gleich gegen Erwachsene spielen», sagte die Trainerin der deutschen Eishockey-Mannschaft bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck. «Jugend-Nationalteams gab es damals nicht.» Die 32-jährige Ingolstädterin hat dennoch ihren Weg gemacht – und er ist noch nicht zu Ende: Für die Sotschi-Spiele revidierte sie ihren Rücktritt und stürmt wieder für das deutsche A-Team.

    Olympia 2016 in Rio - Deutsches Team - News
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