Freiwasserschwimmen
Notfällen vorbeugen: Wie sinnvoll sind Schwimmbojen?
Ein Schwimmer mit einer Schwimmboje im See
Praktisch, aber keine «Lebensversicherung»: An der Boje kann man sich bei Erschöpfung kurz festhalten – trotzdem bleiben Strömung und Schiffsverkehr gefährlich.
Thomas Warnack. DPA

Im Badesee planschen Sie nicht nur, sondern schwimmen richtig weit raus? Dann kann eine Schwimmboje für Sie hilfreich sein. Was die aufblasbaren Hilfsmittel leisten können - und was nicht.

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Mainz (dpa/tmn) – Sie sind leuchtend orange, pink oder gelb und werden mit einem Gürtel am Körper befestigt: Schwimmbojen können dabei helfen, beim Schwimmen in Freiwasser Notfälle zu verhindern, wie ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinland-Pfalz sagt. Eine «Lebensversicherung» bieten die aufblasbaren Helfer allerdings nicht.

Der größte Vorteil der Bojen: Sie erhöhen die Sichtbarkeit. Gerade bei Wellengang oder tief stehender Sonne werden Schwimmer von Booten, Stand-up-Paddlern oder anderen Wassersportlern deutlich früher erkannt. Das kann brenzligen Situationen vorbeugen.

Viele Bojen bieten zudem etwas Auftrieb, bei Erschöpfung kann man sich also daran festhalten. Plus: So manches Modell kommt mit einer Trillerpfeife, sodass man lautstark auf sich aufmerksam machen kann, sollten die Kräfte schwinden.

Gefährliche Gewässer bleiben auch mit Boje gefährlich

Die DLRG warnt aber: Eine Schwimmboje bietet keinen zuverlässigen Schutz vor dem Ertrinken – etwa, wenn man in gefährlichen Gewässern wie Flüssen oder Kanälen schwimmt. Strömungen, Schiffsverkehr und Sogwirkungen ließen sich durch keine Boje ausgleichen.

Die beste Sicherheitsmaßnahme ist deshalb die Entscheidung, gar nicht erst in einem gefährlichen Gewässer zu schwimmen. Bewachte Badestellen sind hier die bessere Wahl.

© dpa-infocom, dpa:260710-930-362445/1

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