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    Bonn

    Zweite Exzellenzinitiative für Unis ausgeschrieben

    Deutschlands Universitäten und Hochschulen können sich seit Freitag um die Millionen-Fördergelder der zweiten Exzellenzinitiative bewerben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat veröffentlichten die Kriterien für die Vergabe der Fördermittel.

    Für die bis zum Jahr 2017 laufende Initiative stehen 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Das sind 30 Prozent mehr als bei der vor fünf Jahren beschlossenen ersten Initiative. Mit dem Programm soll die Spitzenforschung an den Universitäten weiter gestärkt werden.

    Die Hochschulen können bis zum 1. September Skizzen für Neuanträge einreichen. Die endgültige Entscheidung fällt nach einem mehrstufigen Begutachtungs- und Auswahlverfahren im Sommer 2012. Ab sofort können sich zunächst neue Projekte um eine Förderung bewerben, ab Anfang kommenden Jahres dann auch die bereis geförderten Einrichtungen. Die Fördermittel werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern getragen.

    Erneut wurden drei Förderlinien festgelegt: Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Forschungsverbünde (Exzellenzcluster) zur Förderung der Spitzenforschung und Zukunftsprojekte, mit denen ganze Universitäten den projektbezogenen Ausbau ihre Spitzenforschung vorantreiben wollen.

    Bei den Summen für die beiden ersten Förderlinien wird es im Vergleich zur ersten Exzellenzinitiative eine größere Spannbreite geben. Graduiertenschulen sollen mit zwischen 1 Million Euro und 2,5 Millionen Euro gefördert werden, Forschungsverbünde mit zwischen 3 Millionen Euro und 8 Millionen Euro. Bei den Zukunftskonzepten gibt es keine Vorgaben der jährlichen Fördersumme. Angestrebt wird hier die Förderung von bis zu fünf Neuanträgen bei einer Gesamtzahl von maximal zwölf Zukunftskonzepten.

    Die endgültige Förderungsentscheidung fällt im Juni 2012 im Bewilligungsausschuss. Über Förderung oder Nicht-Förderung entscheiden nach Angaben von DFG und Wissenschaftsrat allein wissenschaftliche Inhalte. Erstmals würden auch innovative Konzepte zur forschungsorientierten Lehre in der Begutachtung der Zukunftskonzepte berücksichtigt, hieß es in einer Erklärung von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU). Daneben würden die allgemeinen Auswirkungen der Zukunftskonzepte auf die Lehre in die Begutachtung einbezogen.

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