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    Münster soll Nr. 1 der Stammzellforschung werden

    Eine Geldspritze von 80 Millionen Euro soll das Max-Planck-Institut in Münster zur Nr. 1 der Stammzellforschung in Deutschland machen - und darüber hinaus.

    Annette Schavan in Münster
    Bundesforschungsministerin Annette Schavan besuchte das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster.

    Bei der Umwandlung von Körperzellen in Stammzellen sei das Institut für molekulare Biomedizin bereits ein «Leuchtturm», sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Freitag in Münster. Prof. Hans Schöler, einer der drei Direktoren an dem Institut, gilt international als Pionier auf dem Gebiet der sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Die Technik ist bedeutsam, weil sie die Forschung von den umstrittenen embryonalen Stammzellen unabhängiger machen kann. Schavan sprach von einem «Königsweg».

    Im neuen Referenzzentrum stehen Medizin und Arzneiforschung im Mittelpunkt. Ziel sei es, Therapieansätze für derzeit noch unheilbare Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer zu finden. Bei der Reprogrammierung werden erwachsene Zellen in eine Art embryonalen Zustand zurückversetzt. Diese iPS-Zellen - auch Alleskönner genannt - können sich später in verschiedene Zelltypen wie Haut- oder Nervenzellen entwickeln.

    Das Land Nordrhein-Westfalen trägt mit 60 Millionen Euro den Bärenanteil der auf zehn Jahre angelegten Investitionen für das «Centrum für Angewandte Regenerative Entwicklungstechnologien» (CARE), der Bund 20 Millionen Euro. In Münster werde ein internationales Forschungszentrum entstehen - auf Augenhöhe mit denen in Japan und den USA, sagte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Allianzen mit Universitäten, Unikliniken, biomedizinischen Unternehmen und anderen Forschungsreinrichtungen der Max-Planck- Gesellschaft seien vorgesehen.

    Schöler erhofft sich Resonanz auch bei der Pharmaindustrie, um Grundlagenforschung und Praxis enger zu verzahnen. Diese Unternehmen gingen für Studien bisher oft ins Ausland: «Wir wollen ihnen sagen, das ist etwas in Europa, dann könnt ihr euer Geld investieren», sagte der 57-jährige Forscher.

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