40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wissenschaft
  • » Mehrheit der Unis mit Studien-Reform zufrieden
  • Aus unserem Archiv
    Berlin

    Mehrheit der Unis mit Studien-Reform zufrieden

    Zehn Jahre nach dem Start der Bologna-Studienreform sehen 58 Prozent der europäischen Hochschulen den eingeschlagen Weg als «sehr positiv» an. 38 Prozent räumen aber ein, dass die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse auch «gemischte Ergebnisse» hervorgebracht habe.

    Vorlesung
    Voll hier: Studenten an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen verfolgen eine Maschinenbau-Vorlesung (Archivfoto vom 12.04.2006).

    So müssten in vielen Staaten Europas und der angrenzenden Regionen die Studiengänge noch entschlackt und die Mobilität der Studierenden verbessert werden, heißt es in einer Studie der Europäischen Rektorenkonferenz (EUA), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Nur 0,1 Prozent der Hochschulen beurteilt nach der Befragung die Reform insgesamt als «negativ».

    Die Wissenschaftsminister von 46 Staaten wollen ab Donnerstag in Wien und Budapest eine Bilanz der 1999 auf einer Konferenz in der italienischen Hochschulstadt Bologna eingeleiteten Reform zur Schaffung eines europäischen Hochschulraumes ziehen. Als 47. Mitglied der Unterzeichner-Staaten der Bologna-Erklärung soll Kasachstan aufgenommen werden.

    Studentengruppen kündigten Proteste in Wien sowie einen «Bologna-Gegengipfel» am Freitag an. «Der Bologna-Prozess wurde missinterpretiert, missbraucht und verdreht, um kurzfristige Ziele europäischer Regierungen durchzusetzen», heißt es in einer Erklärung der Europäischen Studenten Union. Die ursprünglichen Ziele des Bologna-Prozesses, nämlich bessere soziale Bedingungen, einfachere Anerkennung von Abschlüssen sowie mehr Chancen auf ein Auslandsstudium seien häufig nicht zu identifizieren.

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte Bund, Länder und Hochschulen auf, den nach den Studentenprotesten in Deutschland in Aussicht gestellten Kurswechsel zu verwirklichen. Die Arbeits- und Prüfungsbelastung in den neuen Studiengängen müsse deutlich reduziert und eine bessere Durchlässigkeit beim Übergang vom Bachelor in den Master sichergestellt werden, forderte GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller.

    In dem Entwurf der für den Wiener Kongress vorgesehenen Abschlusserklärung heißt es, die europaweiten Studentenproteste des vergangenen Jahres hätten die Politik daran erinnert, dass einige Ziele noch nicht vollständig umgesetzt oder erklärt worden seien. Man wolle künftig bei der Studienreform stärker auch auf kritische Stimmen der Studierenden und des Lehrpersonals hören. Die Regierungen wollten ihre Anstrengungen verstärken, damit Studierende wie Lehrende mobiler in Europa würden. Auch müsse die Lehre verbessert und die Qualität des Studiums insgesamt verbessert werden.

    Wissenschaft
    Meistgelesene Artikel
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst
    Martin Boldt
    0261/892267

    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Montag

    5°C - 7°C
    Dienstag

    8°C - 9°C
    Mittwoch

    8°C - 13°C
    Donnerstag

    6°C - 12°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    RTL-Dschungelcamp

    Am Freitag, den 19. Januar, startet eine neue Staffel des RTL-„Dschungelcamps“. Schauen Sie sich die Sendungen an?

    UMFRAGE
    Brauchen wir ein Alkoholverbot bei Karnevalsumzügen?

    In den vergangenen Jahren ist es bei Karnevalsumzügen in der Region immer wieder zu teils unschönen Szenen mit stark alkoholisierten jungen Menschen gekommen. Sollte ein grundsätzliches Alkoholverbot ausgesprochen werden, um das Problem zu lösen?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!