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    Potsdam/Berlin

    Hitzerekorde durch Klimawandel verursacht

    Der Hitzerekord im Juli 2010 in Moskau war mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Folge der Erderwärmung. Das haben Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) berechnet.

    Hitzerekord in Moskau
    Menschen in Moskau suchen am 24.07.2010 unter Schirmen Schutz vor der Sonne. Die Temperatur in der russischen Hauptstadt betrug an diesem Tag bis zu 35 Grad.
    Foto: Maxim Shipenkov - DPA

    Der Rekord sei weniger auf natürliche kurzfristige Klimaschwankungen zurückzuführen als vielmehr auf den langfristigen Trend der Erderwärmung, schreiben sie in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften.

    Der Juli 2010 war heiß. Sehr heiß. Die Wissenschaftler Stefan Rahmstorf und Dim Coumou haben analysiert, welchen Effekt die Erderwärmung auf die Zahl der Hitzerekorde ausübt. Die Rekordhitze 2010 mit Schwerpunkt im westlichen Russland habe europaweit den extrem heißen Sommer 2003 sogar noch übertroffen. Insgesamt sei das vergangene Jahrzehnt das wärmste seit Beginn der Messungen vor mehr als 100 Jahren gewesen, schreiben sie mit Verweis auf internationale Daten.

    Rahmstorf und Coumou untersuchten für das Jahr 2010 die weltweiten Jahrestemperaturen sowie die Temperaturen im Monat Juli in Moskau. Beide Messungen ergaben Rekordwerte. Zudem steige die Anzahl an Hitzerekorden kontinuierlich, die Zahl der Kälterekorde gehe hingegen gegen Null.

    Die Studie zeige, «dass die Zunahme der Hitze-Extreme bei weitem nicht ausgeglichen wird durch eine Abnahme der Kälte-Extreme», ergänzte Coumou. «Insgesamt ist die Häufigkeit von monatlichen Temperaturrekorden schon um ein Mehrfaches angestiegen.»

    Für ihre Analysen nutzten die Wissenschaftler zwei Computersimulationen und Messwerte, die seit dem 19. Jahrhundert genommen worden waren. Dem einen Szenario lag ein gleichmäßiger Temperaturanstieg zugrunde. Dieses ergab eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent für einen direkten Zusammenhang zwischen der Moskauer Hitzewelle und der Erderwärmung. Für ihre zweite Berechnung nutzten sie einen eher welligen Anstieg. Dieser realistischere Ansatz ergab eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent. Daraus errechneten die Forscher die Gesamtwahrscheinlichkeit von 80 Prozent, dass die Erderwärmung Ursache für die Hitze von 2010 in der Region um Moskau war. «Was die Temperaturen betrifft, so konnten wir zeigen, dass der Klimawandel unter dem Strich zu deutlich mehr Extremen führt», sagte Rahmstorf.

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