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    Jena

    Forscher weisen Planeten mit neuer Methode nach

    Auf der Jagd nach fernen Planeten sind Astronomen aus Deutschland, Polen und Bulgarien erstmals mit einer neuen Methode fündig geworden. Der neu entdeckte Himmelskörper heißt WASP-3c und ist rund 700 Lichtjahre von der Erde entfernt.

    Er umkreise im Sternbild Leier den Stern WASP-3 und braucht für eine Runde 3,75 Tage, teilte die Universität Jena mit. Bisher waren mehr als 460 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt.

    Um dem Planeten auf die Spur zu kommen, machten sich die Forscher einen Effekt zunutze: Wenn zwei oder mehrere Planeten um einen Stern kreisen und sich dabei näher kommen, dann stören sie sich durch ihre Anziehungskraft und es kommt zu Schwankungen ihrer Umlaufzeit. Dies könne selbst mit relativ kleinen Teleskopen gemessen werden, erklärte Ralph Neuhäuser von der Universitätssternwarte.

    Das Verfahren wird als Transit-Zeit-Variation bezeichnet und weist den Planeten indirekt nach. Neuhäuser: «Es ist das erste Mal, dass auf diese Weise ein Planet gefunden wurde.»

    Im konkreten Fall beobachteten die Forscher den Planeten WASP-3b. Dabei bemerkten sie regelmäßige Schwankungen in dessen Umlaufzeit. Aus ihren Berechnungen konnten die Experten schlussfolgern, dass diese Störungen durch einen weiteren Planeten im System verursacht werden müssen. In diesem Fall sei nur ein Planet infrage gekommen, der rund 15 Erdmassen hat und doppelt so lange braucht, um den Stern zu umkreisen, erklärte Neuhäuser. Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachmagazin «Monthly Notices» veröffentlicht.

    Die Wissenschaftler hätten mit einem halben Dutzend Sternen begonnen. «Wichtiges Merkmal war, dass die Bahn des bekannten Planeten leicht exzentrisch aussah.» Zwei weitere stehen noch unter strenger Beobachtung. «Wir hoffen, dort auch demnächst solche Effekte beobachten zu können», erklärte der Direktor des astrophysikalischen Instituts der Universität Jena.

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