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Darmstadt

«Copernicium»: Schwerstes Element getauft

dpa

Das derzeit schwerste Element des Periodensystems heißt seit Montag offiziell «Copernicium». Seine Entdecker um Prof. Sigurd Hofmann am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt arbeiten aber schon an einem Nachfolger.

«GSI wird die Jagd nach noch schwereren Elementen mit verbesserten und neuen Messaufbauten fortsetzen, um bis ans Ende des Periodensystems vorzustoßen», sagte der wissenschaftliche Leiter des GSI, Horst Stöcker, bei der Tauffeier. «Copernicium» – benannt nach dem Astronomen Nikolaus Kopernikus (1473-1543) – hat das chemische Symbol «Cn».

Die Forscher hatten auf der Suche nach dem schwersten Element Zink-Ionen in einem 120 Meter langen Beschleuniger auf eine Bleifolie geschossen. Weil die Geschwindigkeit mit etwa 30 000 Kilometern pro Sekunde extrem hoch ist, können dabei sehr selten zwei Atomkerne zu einem neuen Element verschmelzen. Dieses existiert nur den Bruchteil einer Sekunde. Um es identifizieren zu können, nutzten die Wissenschaftler die beim Zerfall ausgesandte Strahlung.

«Cn» ist 277 Mal schwerer als Wasserstoff, das leichteste aller Elemente. Im Periodensystem hat es die Ordnungszahl 112 – als Summe der Ordnungszahlen von Zink (30) und Blei (82). An den Experimenten waren 21 Forscher aus Deutschland, Finnland, Russland und der Slowakei beteiligt. Die weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen nutzen nach GSI-Angaben etwa 1200 Experten pro Jahr für Experimente in der Grundlagenforschung.

Website Helmholtzzentrum

Information zu «Copernicium»

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