40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wissenschaft
  • » Bologna-Konferenz: Minister räumen Fehler ein
  • Aus unserem Archiv
    Wien

    Bologna-Konferenz: Minister räumen Fehler ein

    Die Bildungsminister und Staatssekretäre haben zum Abschluss der Bologna-Konferenz in Wien Fehler bei der Umsetzung der Reformpläne eingeräumt und Besserung gelobt.

    Protest gegen Bologna-Konferenz
    Großkundgebung gegen die Bologna-Studienreform in Wien.

    Vor allem versprachen die Teilnehmer aus 47 europäischen Ländern, kritischen Stimmen künftig mehr Gehör zu schenken. «Wir müssen diesen Stimmen zuhören, dann können wir erwarten, dass sie auch unserer Stimme zuhören werden», sagte der ungarische Kultus- und Bildungsminister Istvan Hiller mit Blick auf die zahlreichen Studentenproteste der vergangenen Monate.

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte die Erklärung der Konferenz: «Die am Bologna-Prozess beteiligten Regierungen haben auf die Bildungsproteste des vergangenen Jahres reagiert und Mängel bei der Umsetzung der Reform der Studiengänge in einigen Ländern zugegeben», sagte GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller. «Der europäische Bildungsgipfel hat damit auch Deutschland die gelbe Karte gezeigt, wo Studierende und Lehrende besonders heftig gegen die misslungene Umsetzung der Bologna-Reformen protestierten.» Deutschland müsse diese Ermahnung ernst nehmen und den überfälligen Kurswechsel in den Bologna-Reformen vornehmen, betonte Keller.

    Gegen die zweitägige Konferenz, die am Donnerstag zunächst im Budapest stattfand, waren in Wien mehr als 2000 Studenten auf die Straße gegangen. Hochschüler in ganz Europa waren gegen die Bologna- Reform mit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge auf die Straße gegangen. Unter anderem wehren sie sich dagegen, dass der Leistungsdruck ständig wächst und das Studium nur noch dafür da sei, Nachwuchs für die Wirtschaft heranzuzüchten. Die Wissenschaft bliebe dabei auf der Strecke.

    «Jeder, der sagt, dieser Prozess sei perfekt, sagt nicht die Wahrheit», räumte Hiller ein. Jedoch gebe es keine Alternative zu der Bologna-Reform. «Lasst uns nicht die Kriege der Vergangenheit kämpfen, sondern die Siege der Zukunft erringen», erklärte der rumänische Bildungsminister Daniel Petru Funeriu.

    Die beteiligten Ländern wollen sich nun auch stärker dafür einsetzen, dass künftig mehr Hochschüler im Rahmen ihres Studiums ins Ausland gehen können. Dafür seien einheitliche Systeme und Abschlüsse unabdingbar, sagte die österreichische Wissenschaftsministerin Beatrix Karl.

    Im Rahmen der Konferenz war Kasachstan als 47. Mitgliedsland in den Bologna-Prozess aufgenommen worden. Im Jahr 1999 hatten sich die Minister von zunächst 29 Staaten in der italienischen Hochschulstadt Bologna auf einheitliche Studienstrukturen und die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes verständigt – mit den aufeinander aufbauenden Abschlüssen Bachelor, Master und Promotion.

    Wissenschaft
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    2°C - 5°C
    Sonntag

    3°C - 5°C
    Montag

    5°C - 8°C
    Dienstag

    7°C - 10°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    RTL-Dschungelcamp

    Am Freitag, den 19. Januar, startet eine neue Staffel des RTL-„Dschungelcamps“. Schauen Sie sich die Sendungen an?

    UMFRAGE
    Brauchen wir ein Alkoholverbot bei Karnevalsumzügen?

    In den vergangenen Jahren ist es bei Karnevalsumzügen in der Region immer wieder zu teils unschönen Szenen mit stark alkoholisierten jungen Menschen gekommen. Sollte ein grundsätzliches Alkoholverbot ausgesprochen werden, um das Problem zu lösen?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!