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    Düsseldorf

    Streit um drohenden Paket-Stau am Nikolaustag spitzt sich zu

    Vor dem Start einer bundesweiten Welle von Betriebsversammlungen hat sich der Streit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post weiter zugespitzt.

    Paketzustellung
    Der Ton wird schärfer im Streit zwischen Verdi und der Deutschen Post. Stein des Anstoßes sind Betriebsversammlungen, die für einen Paket-Stau am Nikolaustag sorgen sollen.
    Foto: Stephanie Pilick/Arch - DPA

    Angesichts eines drohenden Paket-Staus am Nikolaustag kündigte die Deutsche Post an, die Auswirkungen für die Kunden möglichst gering halten zu wollen. Der Aufruf von Verdi zur Unterbrechung der Arbeit in den Paketzentren schade dem Unternehmen, hieß es in der Post-Stellungnahme.

    Mit den bundesweit stattfindenden Betriebsversammlungen soll am Freitag die Paketabfertigung der Post über Stunden hinweg weitgehend lahmgelegt werden. In der Folge rechnet die Gewerkschaft ab dem Nikolaustag mit erheblichen Beeinträchtigungen bei der Paketzustellung.

    Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis hatte zuvor die Personalpolitik der Deutschen Post scharf kritisiert. Der Beschäftigungsaufbau erfolge im wachsenden Paketgeschäft «praktisch ausschließlich über befristete und damit prekäre Arbeitsverhältnisse», so Kocsis. Die Post wies dagegen die Bezeichnung «prekär» vor dem Hintergrund gleicher Löhne für befristete und unbefristete Mitarbeiter zurück.«Die Zukunftsfähigkeit der Post in Deutschland steht auf dem Spiel», so Post-Konzernvorstand Jürgen Gerdes.

    Bei den Betriebsversammlungen wollen die Post-Beschäftigten gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl von befristeten Arbeitsverträgen protestieren. Nach Angaben der Gewerkschaft sind von bundesweit 131 000 Beschäftigten im Brief- und Paketbereich rund 24 000 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt.

    Die Post sprach dagegen von 14 700 befristeten Kräften und rund 9000 saisonalen Aushilfskräften. Für das Unternehmen seien Befristungen ein notwendiges Mittel für einen flexiblen Personaleinsatz, hieß es. Wenn sich dauerhaft ein höherer Bedarf abzeichne, fänden darüber hinaus regelmäßig Entfristungen statt. Vor allem die im Weihnachtsgeschäft eingesetzten saisonalen Aushilfen arbeiteten etwa als studentische Kräfte dagegen freiwillig befristet.

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