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    München

    Sky Deutschland halbiert Verlust

    Der Bezahlsender Sky Deutschland arbeitet sich Schritt für Schritt aus den roten Zahlen. Im ersten Quartal verringerte sich der Verlust um fast die Hälfte auf 37,6 Millionen Euro. «Sky ist hervorragend in das Jahr 2013 gestartet», sagte Konzernchef Brian Sullivan in München.

    Brian Sullivan
    Der Vorstandsvorsitzende von Sky Deutschland, Brian Sullivan, bei der Hauptversammlung des Unternehmens im April.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Damit sieht er den mehrheitlich vom Medienmilliardär Rupert Murdoch kontrollierten Sender auf Kurs für das Jahresziel, zumindest operativ Geld zu verdienen. In den vergangenen Jahren schrieb Sky riesige Verluste.

    In den ersten drei Monaten legte Sky Deutschland stärker als erwartet zu: Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente das Unternehmen 5,8 Millionen Euro - nach einem Verlust von 40,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. «Wir haben weiter daran gearbeitet, unser Unternehmen für langfristiges Wachstum zu positionieren», sagte Sullivan. Dabei profitierte der Sender auch von einer vergleichsweise geringen Anzahl an Live-Übertragungen. Dadurch konnten die Kosten im Zaum gehalten werden. An der Börse sorgten die Zahlen für Begeisterung: Die Aktie legte am Vormittag zeitweise um gut 10 Prozent zu.

    Die Zahl der Kunden stieg bis Ende März um 42 100 auf etwas mehr als 3,4 Millionen. Viele legten sich eine Zweitkarte zu, um das Abo-Fernsehen in verschiedenen Räumen nutzen zu können. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal wie von Analysten erwartet um 14 Prozent auf 364 Millionen Euro. Pro Kunde machte Sky Deutschland im Durchschnitt einen Umsatz von 33,15 und damit 1,39 mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte Sullivan: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde in diesem Jahr positiv sein und danach stark weiterwachsen. Zugpferd bleibt der Fußball: Von der Spielzeit 2013/14 an hat der Konzern auch die Rechte an den Übertragungen über Internet-TV. Bislang liegen diese bei der Deutschen Telekom. Diese hatte jedoch das Bieterrennen gegen Sky verloren und gibt jetzt ihr Produkt Liga Total auf. Telekom-Kunden können dann ab Sommer erstmals auch Sky-Produkte buchen. Allein das dürfte die Nachfrage deutlich beleben.

    Zudem dürfte der Bezahlsender auch von dem Erfolg der deutschen Champions-League-Finalisten Bayern München und Borussia Dortmund profitieren. Sky hatte die Exklusivrechte an den Halbfinalspielen und erzielte Rekord-Einschaltquoten. In vielen Städten waren die Kneipen und Sportbars mit Sky-Anschluss überfüllt. Wann bei Sky auch unter dem Strich schwarze Zahlen stehen werden, ließ Sullivan weiterhin offen. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen einen Verlust von gut 195 Millionen Euro.

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