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    Basel

    Roche stellt sich auf schwierigere Zeiten ein

    Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche stellt sich nach einem nur leichten Gewinnanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf schwierigere Zeiten ein.

    Roche
    Mit dem Sparprogramm «Operational Excellence» (operative Exzellenz) reagiert der Pharmakonzern Roche auf den zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen.

    2011 solle der Erlös für die Gruppe und die Pharmasparte in lokalen Währungen im unteren einstelligen Prozentbereich steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Als Gründe nannte der Konzern die Gesundheitsreform in den USA sowie europäische Sparmaßnahmen.

    Im vergangenen Jahr fiel der Umsatz um drei Prozent auf 47,47 Milliarden Franken (36,7 Milliarden Euro). Unter dem Strich wiesen die Baseler trotz erheblicher Kosten für den Konzernumbau einen Gewinnanstieg von vier Prozent auf 8,89 Milliarden Franken aus. Im Vorjahr hatten Kosten für die Komplettübernahme der US-Biotech-Tochter Genentech belastet.

    Mit dem Sparprogramm «Operational Excellence» sollen die Kosten von 2012 an pro Jahr um 2,4 Milliarden Franken sinken. Rund 4800 Stellen sollen gestrichen werden, das entspricht rund sechs Prozent der Belegschaft. 1,8 Milliarden Franken sollen die Einsparungen bereits 2011 betragen. Zwischen 2010 und 2012 fallen jedoch erst einmal Restrukturierungskosten von rund 2,7 Milliarden Franken an.

    Roche ist im Gegensatz zu Konkurrenten wie dem französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis oder dem US-Konzern Pfizer zwar weniger von Patentabläufen für umsatzstarke Medikamente betroffen, dafür aber von den Sparbemühungen verschiedener Regierungen. Diese wollen nicht mehr so viel für teure Medikamente ausgeben wie noch vor Jahren.

    Ohne das Grippemittel Tamiflu sei die Pharmasparte stärker als der Markt gewachsen, der Bereich Diagnostics «deutlich schneller als der Markt», so Roche. Unter Berücksichtigung der Tamiflu-Umsätze ging der Umsatz der Pharmasparte 2010 jedoch um zwei Prozent auf 37,1 Milliarden Franken zurück.

    Das Grippemittel, das zur Pandemie-Vorsorge eingesetzt wurde, hatte 2009 noch mehr als drei Milliarden Franken eingebracht. 2010 ist der Umsatz mit dem Mittel auf unter eine Milliarde gefallen.

    Wirtschaft
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