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Frankfurt/Main

Panik-Reaktionen: Dax auf Talfahrt

dpa

Kräftig angeheizte Sorgen über Ausmaß und Folgen der Griechenland-Krise haben am Dienstag zu teils heftigen Kursstürzen am deutschen Aktienmarkt geführt.

Das ließ eine ganze Reihe erfreulicher Quartalsbilanzen zur Nebensache werden. Der deutsche Leitindex Dax fiel zeitweise unter 6000 Punkte und ging mit minus 2,60 Prozent auf 6006,86 Punkten aus dem Handel. Der MDax verlor 3,37 Prozent auf 8148,80 Punkte. Der TecDax rutschte um 2,78 Prozent auf 789,39 Punkte ab.

«Die Finanzmisere Griechenlands holte die Anleger an diesem Tag wieder ein und es kam zu teilweise panischen Reaktionen», sagte Analyst Mark Rohles von IG Markets. Für Unruhe habe insbesondere eine Meldung gesorgt, der zufolge der griechische Bedarf an Finanzhilfen mit dem derzeit beschlossenen Umfang von 110 Milliarden Euro bis Ende 2012 nicht gedeckt sei, sagte er. Die Griechen selbst wollen zudem gekürzte Löhne, massive Steuererhöhungen und Einstellungsstopps im Staatsdienst nicht einfach hinnehmen. Streiks und Proteste sind die Folge, am Mittwoch soll es zu noch größeren Aktionen kommen.

Diese Hiobsbotschaften belasteten nahezu alle Dax-Werte. Nur die Aktie des Konsumgüterherstellers Beiersdorf verbuchte ein kleines Plus von 0,12 Prozent. Die Anteilsscheine des Versorgers Eon, die nach überraschend vorgelegten Gewinnzahlen für das erste Quartal zeitweise bis auf 28,765 Euro gestiegen waren, schlossen hingegen kaum verändert bei 28,180 Euro.

Gute Quartalszahlen konnten auch die Aktien von Adidas nicht lange stützen. Trotz berichteter Rekordumsätze im ersten Quartal und einer angehobenen Jahresprognose fielen die Titel des Sportartikel- Herstellers um 4,46 Prozent auf 43,230 Euro. Um mehr als vier Prozent gaben auch die Anteilsscheine des Gaseherstellers Linde trotz deutlicher Gewinnzuwächse im ersten Quartal nach. Solide bewertete Zahlen gab es auch von Fresenius samt Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care, deren Aktien ebenfalls nachgaben. Mit Enttäuschung aufgenommene Gewinnzahlen zum ersten Quartal schickten zudem die Lufthansa-Aktien auf Talfahrt. Sie büßten 4,71 Prozent auf 12,045 Euro ein.

Dass sich der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück trotz Erdbebens und Unwetter nicht von seinen Gewinnplänen abbringen lässt, brachte den Papieren ein Plus von 0,44 Prozent auf 35,525 Euro ein. Die Aktien von Symrise konnten trotz starker Zahlen des Duftstoffherstellers ihre Gewinne nicht bis Handelsende halten. Sie verloren etwas mehr als drei Prozent. Sehr schwach zeigten sich trotz positiver Details auch die Aktien von Continental und Gildemeister.

Der EuroStoxx büßte 3,84 Prozent auf 2708,47 Punkte ein und auch die Börsen in London und Paris schlossen sehr schwach. In den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes ebenfalls tief im Minus.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,58 (Vortag: 2,62) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,26 Prozent auf 125,72 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,75 Prozent auf 125,43 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3089 (1,3238) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7640 (0,7554) Euro.

/infoline/wirtschaft/boersefrankfurt/
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