40.000
Aus unserem Archiv

Nestlé wird ausgebremst: Umbau lastet auf dem Gewinn

Der Nahrungsmittelriese Nestlé ist im vergangenen Jahr schwächer gewachsen als erwartet. Die Umsätze legen nur leicht zu. Die Umbaukosten und eine schwächere Nachfrage machen dem Konzern zu schaffen.

Nestle
Im laufenden Jahr will Nestlé aus eigener Kraft um 2 bis 4 Prozent zulegen.
Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE – dpa

Vevey (dpa). Eine schwächere Nachfrage hat den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé zum Jahresende 2017 stark gebremst. In den USA verkauften sich Süßwaren und Eiscreme schlecht, in Brasilien machte dem Unternehmen der Preisdruck bei Milchprodukten zu schaffen.

Da darüber hinaus das Geschäft mit der medizinischen Hautpflege schwächelt, mussten Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vorgenommen werden, wie der Konzern bei seiner Jahresbilanz einräumte. Insgesamt ging der Gewinn unterm Strich um 15,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken (6,2 Mrd Euro) zurück. Der Umsatz von Nestlé betrug 89,8 Milliarden Franken (77,8 Mrd Euro). Dies war kaum mehr als im Vorjahr.

Ohne den Einfluss von Zu- und Verkäufen wuchs Nestlé um 2,4 Prozent. Dies liege zwar innerhalb der zuvor prognostizierten Bandbreite, aber unter den eigenen Erwartungen, räumte Vorstandschef Mark Schneider ein. Im laufenden Jahr will der Hersteller von Marken wie Nescafé, Kitkat oder Mövenpick aus eigener Kraft um 2 bis 4 Prozent zulegen. Schneider sieht die Gruppe zudem auf Kurs, die mittelfristigen Ziele zu erreichen. Allerdings werden 2018 weitere Restrukturierungskosten in Höhe von 700 Millionen Franken anfallen.

Der Analyst Cédric Besnard von der Citigroup sieht den Druck auf Schneider steigen. Der seit Anfang 2017 amtierende Manager sei nun erst recht in der Pflicht, mit den Portfolioanpassungen fortzufahren, schrieb er. Auf Trab gehalten wird Schneider vor allem von dem aktivistischen Investor Daniel Loeb, der sich im Sommer 2017 milliardenschwer bei Nestle eingekauft hatte. Loeb fordert schnellere Veränderungen bei Nestlé, mehr Profitabilität und einen Verkauf der Beteiligung am französischen Kosmetikriesen L'Oreal.

Wie es damit nun weitergeht, ließ Nestlé offen. Zumindest an eine Aufstockung ist nicht gedacht. Vielmehr wollen sich die Schweizer im Interesse der eigenen Aktionäre „alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten offen halten“. Ein möglicher Abnehmer für die Beteiligung könnte L'Oreal selbst sein. L'Oreal-Chef Jean-Paul Agon hatte erst vor kurzem in einem Interview mit der „Financial Times“ gesagt, der Konzern sei bereit dazu und verfüge auch über die notwendigen finanziellen Ressourcen.

Wirtschaft
Meistgelesene Artikel
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige
  • Lokalticker
  • Regionalsport
  • Newsticker
UMFRAGE (beendet)
Dashcams im Auto

Der Bundesgerichtshof hat die Verwendung von Dashcam-Aufnahmen in Grenzen erlaubt. Was meinen Sie?

Ja, Dashcams sollten erlaubt werden
47%
Ja, Dascams sollten sogar Pflicht werden
12%
Ja, als„BlackBox“, die nur von Behörden geöffnet werden darf
20%
Nein, ich bin gegen Dashcams
16%
Überall sollten uns Kameras überwachen
5%
Stimmen gesamt: 567
Das Wetter in der Region
Samstag

17°C - 29°C
Sonntag

17°C - 29°C
Montag

17°C - 30°C
Dienstag

17°C - 29°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
Bettina Tollkamp

Bettina Tollkamp

 

Chefin v. Dienst

 

Kontakt per Mail

 

Fragen zum Abo: 0261/98362000

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!