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    Gütersloh

    Miele setzt auf energiesparende Geräte

    Das Familienunternehmen Miele will mit neuen energiesparenden Hausgeräten bei den Verbrauchern punkten. Er sei überzeugt, dass die Vernetzung der Hausgeräte eine immer wichtigere Rolle spielen werde, sagte Unternehmenschef Markus Miele am Freitag in Gütersloh.

    Miele-Elektronikfertigung
    Ein Miele-Mitarbeiter in der Elektronikfertigung kontrolliert eine Leiterplatte.

    Als ein Beispiel nannte er die Waschmaschine, die den günstigsten Stromtarif ausnutzt. Die neue Generation der Geräte will Miele auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin ab 3. September vorstellen.

    Ab 2011 seien Energieversorger verpflichtet, transparente und flexible Tarife anzubieten, die den durchschnittlichen Energieverbrauch abbildeten, sagte der Leiter der Miele-Elektronik, Peter Hübinger. Die Waschmaschine könne dann über das Internet den günstigsten Zeitpunkt für billigen Strom heraussuchen. Für diese Anwendung («Smart Grid») brauche der Nutzer ein Zusatzgerät, Kostenpunkt: rund 500 Euro.

    Wenn er damit zwei Hausgeräte steuere und jedes etwa 50 Euro Stromkosten im Jahr vermeide, habe sich die Anschaffung innerhalb von fünf Jahren gerechnet, sagte Hübinger. Zunächst will Miele eine Waschmaschine und einen Trockner mit der neuen Technik anbieten.

    Als Anbieter von Premium-Hausgeräten konnte Miele seinen Umsatz 2009/2010 leicht steigern. Im ablaufenden Geschäftsjahr (30. Juni) rechne er mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent, sagte Unternehmenschef Miele. Die Verbraucher würden wieder mehr in Qualität investieren. In Deutschland, wo Miele rund 30 Prozent seines Umsatzes erzielt, habe das Unternehmen sogar ein Plus von etwa fünf Prozent verbucht. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte Miele noch einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Die genauen Zahlen für 2009/2010 will Miele im August vorlegen.

    Angaben zu Gewinnen oder Verlusten macht das Unternehmen, das zuletzt rund 16 800 Mitarbeiter beschäftigt, traditionell nicht. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wollte Miele keine genaue Prognose abgeben. «Im Moment läuft es nicht schlecht. Darum sage ich mal: gedämpfter Optimismus.»

    Wirtschaft
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