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Düsseldorf

Metro strukturiert Großhandelssparte um

Deutschlands größter Handelskonzern Metro wird bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten erneut umgekrempelt. Die größte und wichtigste Konzernsparte, der Großhandel mit seinen Metro-Märkten für Gewerbetreibende, wird zweigeteilt.

Metro-Einkaufswagen
Einkaufswagen vor einem Metromarkt (Symbolbild).

Das teilte der Vorstand überraschend am Dienstagabend in Düsseldorf mit. Ein Bereich konzentriere sich auf das Europa-Geschäft, der andere auf Asien. So werde unterschiedlichen regionalen Anforderungen Rechnung getragen, hieß es zur Begründung. Außerdem sollen Verwaltungsbereiche von Großhandel und Holding zusammengelegt werden. Mit den Veränderungen will der Metro-Vorstand das laufende Sparprogramm weiter umsetzen.

Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaftskrise bei Metro ihren Tribut gefordert. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr von 2,2 auf 2,024 Milliarden Euro, wie Metro jetzt mitteilte. Der Konzernumsatz ging – wie bereits im Januar veröffentlicht – um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro zurück. Metro-Chef Eckhard Cordes will an diesem Mittwoch die neuen Strukturen vorstellen und zugleich auch die Bilanz 2009 vorlegen. Die Bilanzpressekonferenz wird damit um fast eine Woche vorgezogen.

Einen Anteil am Umsatzrückgang hatte die Großhandelsparte, die Metro nun weiter umbaut. Sie ist die Keimzelle des Konzerns und war lange Zeit verlässlicher Wachstumsmotor. In Deutschland lief das Geschäft über mehrere Jahre hinweg allerdings immer schlechter. Deshalb wurden 2009 Veränderungen im Sortiment vorgenommen, ein Lieferservice eingeführt und Preise gesenkt. Auf diese Weise soll die Trendwende im schwierigen Heimatmarkt erzielt werden. Zu den Hauptkunden des Metro-Großhandels gehören Gastwirte und Hoteliers.

Der Düsseldorfer Konzern will mit seinem Sparprogramm «Shape» ein Ergebnisverbesserungspotenzial von 1,5 Milliarden Euro bis 2012 heben. Dabei fallen weltweit 15 000 bis 17 000 Arbeitsplätze weg. Auf der anderen Seite können die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der Preiskampf bei Lebensmitteln zu Buche schlagen. Der Konzern hat in 33 Ländern rund 300 000 Mitarbeiter. Zur Metro AG gehören neben dem gleichnamigen Großhandel die Elektronikketten Media Markt und Saturn, der Lebensmittelhändler Real und die Kaufhof-Warenhäuser.

Wirtschaft
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