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Mehrere potenzielle Investoren für Schlecker

Ehingen/Hamburg (dpa) – Für die insolvente Drogeriekette Schlecker gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters derzeit drei bis fünf Investoren, die ein konkretes Interesse an dem Unternehmen haben.

Schlecker
Mit 30 Prozent Preisnachlass warb diese Schlecker-Filiale in Neuruppin vor ihrer Schließung.
Foto: Bernd Settnik – DPA

Ziel sei es, «den Prozess bis Pfingsten zu konkreten Ergebnissen zu bringen», sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Der Sprecher dementierte damit zugleich einen «Spiegel»-Bericht, demzufolge es nur noch einen einzigen ernsthaften Interessenten gebe.

Geiwitz will die Gespräche mit Interessenten und Gläubigern fortführen, nachdem eine Transfergesellschaft für rund 11 000 entlassene Schlecker-Mitarbeiter gescheitert war. Sie hätte mögliche Kündigungsschutzklagen verhindert, die nun nach Geiwitz' Auffassung Investoren verschrecken könnten. Die Gewerkschaft Verdi hatte jedoch angekündigt, die Entlassenen nicht zu solchen Klagen ermuntern zu wollen.

Wegen des Neins der FDP zu Landesbürgschaften für die Transfergesellschaft tobte auch am Wochenende eine heftige politische Debatte innerhalb der Berliner Regierungskoalition. Unionspolitiker hatten sich für die Bürgschaften ausgesprochen.

Die beiden Kinder des gescheiterten Firmen-Gründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, überlegen dem «Spiegel» zufolge, das Unternehmen mit Hilfe eines Investors selbst zurückzukaufen. Sie könnten dann das von ihnen bereits angeschobene Konzept zur Modernisierung der Drogeriekette nach einem überstandenen Insolvenzverfahren ohne Altschulden umsetzen. Der Sprecher des Insolvenzverwalters betonte, es sei von Anfang an nicht ausgeschlossen worden, dass Meike und Lars Schlecker bei einer Zukunftslösung für das Unternehmen eine Rolle spielen könnten.

Der Schlecker-Senior darf nach dem Bericht nicht mehr für das Unternehmen tätig werden, ein entsprechendes Verbot sei im Handelsregister eingetragen worden.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) bot Geiwitz an, nach geeigneten Beschäftigungsmöglichkeiten für die Schlecker-Frauen in der Altenpflege zu suchen. Alleine in den 7000 Mitgliedsunternehmen des Verbandes könnten sofort 10 000 Fachkraftstellen dauerhaft besetzt werden, heißt es in dem Brief von bpa-Präsident Bernd Meurer, der dpa vorliegt.

Wirtschaft
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