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Künftiger RWE-Chef will Sparplan mit Beschäftigten abstimmen

Der zukünftige RWE-Vorstandschef Peter Terium will seine angekündigten verschärften Sparziele im Einvernehmen mit der Belegschaft umsetzen. «Wir erarbeiten das Programm in seiner Umsetzung mit den Kollegen», sagte der Niederländer.

Peter Terium
RWE-Chef in spe, Peter Terium, will gemeinsam mit der Belegschaft sparen.
Foto: RWE dpa/Archiv

Der Essener Energiekonzern will in den kommenden zwei Jahren zusätzlich zu den geplanten 1,5 Milliarden Euro noch mindestens eine weitere Milliarde Euro einsparen. Terium ist derzeit Vizechef und übernimmt die Geschäfte am 1. Juli von Jürgen Großmann.

Inwieweit mit dem Sparkurs ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen einhergeht, steht nach Angaben Teriums noch nicht fest. Bisher hatte das Unternehmen vor, unter anderem durch den Verkauf von Unternehmensteilen die Zahl der Mitarbeiter von weltweit knapp 71 000 um 8000 zu reduzieren. In Medienberichten war zuletzt die Rede davon, dass nun weitere 3500 Jobs auf der Kippe stehen könnten.

Auf der Investitionsseite setzt RWE darauf, erneuerbare Energien aufzubauen. Fossile Kraftwerke werden nur noch zu Ende gebaut. Von neuen Atomgeschäften in seinem Heimatland ist Terium auch nicht überzeugt. Im Süden der Niederlande stand der Neubau eines Meilers in Borssele zur Diskussion. RWE wurde immer wieder Interesse daran unterstellt. Doch da winkt der Insider, der zuletzt noch die niederländische Tochter Essent geführt hatte, ab. Für ihn fehlen die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Der Strompreis müsste jenseits von 100 Euro liegen, damit sich ein Kernkraftwerk lohne, also mehr als verdoppeln. Dazu kämen hohe Vorlaufkosten von 250 Millionen Euro ohne die Rechtssicherheit, dass letztlich auch gebaut werden könnte. Politisch weht der Wind momentan gegen einen Bau. Bis ein KKW dann stehe, müssten sechs Milliarden Euro ausgegeben werden. Das ist Terium zu viel.

Einen Anti-Atom-Kurs fährt der Großmann-Nachfolger aber nicht, wie sich am Beispiel Großbritannien zeigt. Da ist RWE etwas näher an der Atomkraft dran. Auf der Insel gibt es weniger Hindernisse. Aber auch dort stehe die Baufrage noch nicht an. RWE wolle Rahmenbedingungen der Regierung abwarten. Es geht um eine Marktpreisgarantie, die der Staat übernehmen könnte.

Wirtschaft
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