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Kreise: Investoren übernehmen RWE-Stromnetzsparte

dpa

Der Energiekonzern RWE hat die Trennung von einem Großteil seines Höchstspannungsnetzes zur Finanzierung der Energiewende dem Vernehmen nach unter Dach und Fach.

RWE
Der Energiekonzern RWE verkauft seine Tochtergesellschaft Amprion an eine Investorengruppe um die Commerzbank.
Foto: DPA

Die Tochtergesellschaft Amprion gehe in die Hände einer Investorengruppe um die Commerzbank, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen. Damit bestätigten sie auch einen Bericht des «Handelsblatts». Der Verkauf soll den Kreisen zufolge noch an diesem Donnerstag verkündet werden.

Der Kaufpreis soll inklusive Schulden rund eine Milliarde Euro betragen. RWE wolle aber noch 25 Prozent am Netz behalten. Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern.

Der Schritt war bereits seit einiger Zeit erwartet worden. RWE ist nach Eon und Vattenfall der dritte Versorger, der die Hoheit an seinem Netzgeschäft abgibt. EnBW als Vierter im Bunde denkt über Partner für das Netz nach.

Amprion betreibt nach eigenen Angaben mit rund 11 000 Kilometern Leitungen zwischen Niedersachsen und der Grenze zur Schweiz und zu Österreich das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland.

Die Essener brauchen den Erlös aus dem Verkauf von Unternehmensteilen unter anderem für den Umbau hin zu einem «grüneren» Unternehmen. Die Netztochter investiert jährlich etwa 100 Millionen Euro in die Erhaltung der Netze. Der Wegfall dieser Belastungen schafft ebenfalls Freiraum mit Blick auf die stark angespannte Bilanz des Energiekonzerns, dem durch den Atomausstieg nach eigenen Angaben mehrere Milliarden Euro fehlen. Auch der CO2-Ausstoß kostet das Unternehmen Geld.

Wirtschaft
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