40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wirtschaft
  • » Karstadt stellt alle Filialen auf den Prüfstand
  • Aus unserem Archiv
    Berlin

    Karstadt stellt alle Filialen auf den Prüfstand

    Karstadt-Beschäftigte müssen wieder um ihre Arbeitsplätze bangen. Die angeschlagene Warenhauskette will alle 83 Filialen auf den Prüfstand stellen.

    Karstadt-Logo
    Bei der Neuausrichtung hat der Karstadt-Konzern in den vergangenen Jahren einige Fehler gemacht.
    Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv - DPA

    Der Aufsichtsratschef der Karstadt Warenhaus GmbH, Stephan Fanderl, sagte der Tageszeitung «Die Welt» (Donnerstag), dabei gehe es auch darum, die Häuser zu identifizieren, die «trotz aller gemeinsamen Bemühungen nicht zu drehen sind». Für diese Filialen schloss der Manager schmerzhafte Konsequenzen bis hin zur Schließung nicht aus.

    «Hier ist die Frage unabweisbar, ob sie grundsätzlich oder in der bisherigen Form weiter betrieben werden können», sagte Fanderl über die Problemfilialen. Bei den anderen Standorten gehe es darum, sie zügig wieder auf eine positive Bahn zu bekommen. Viel Zeit räumt der Chefkontrolleur der neuen Warenhauschefin Eva-Lotta Sjöstedt für den heiklen Auswahlvorgang nicht ein. «Wir haben wenig Zeit. In zwei bis drei Monaten sollte der Plan stehen,» sagte Fanderl.

    Der Chefkontrolleur betonte, die Überprüfung solle im Schulterschluss mit den Arbeitnehmervertretern erfolgen. «Wir haben einen Arbeitsprozess mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, in dem wir das Standort für Standort abarbeiten.»

    Diese Darstellung stieß bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Verwunderung. Verdi-Sprecherin Christane Scheller sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Es bleibt dabei, wir verhandeln über Standortsicherung und Beschäftigungssicherung. Wir verhandeln nicht über einzelne Filialschließungen.»

    Der Handlungsdruck auf die Karstadt-Führung ist groß. Denn die Sanierungsbemühungen der vergangenen Jahre haben nach Einschätzung des Chefkontrolleurs nicht die erhofften Erfolge gebracht. Das Weihnachtsgeschäft habe unter den Planungen gelegen, sagte Fanderl. Karstadt werde auch 2014 wieder rote Zahlen schreiben. «Wir verdienen mit den Warenhäusern kein Geld.»

    Von der früheren Ikea-Managerin Sjöstedt, die ihr neues Amt am 24. Februar antritt, erwartet der Chefkontrolleur schnelle Erfolge. «Es müssen in diesem Jahr erhebliche Ergebnisverbesserungen erkennbar sein. Ein Geschäftsjahr wie 2013 wollen wir uns nicht noch einmal leisten.»

    Bei der Neuausrichtung habe der Konzern in den vergangenen Jahren einige Fehler gemacht, räumte der Aufsichtsratschef ein. Karstadt habe versucht, mit neuen Marken im Modebereich jüngere Kundengruppen anzusprechen. Dies sei jedoch nicht in dem Tempo gelungen wie erhofft. Gleichzeitig habe man aber Stammkunden vergrätzt. Auch im boomenden Online-Geschäft hinkt Karstadt Fanderl zufolge hinterher. Während andere Online-Händler mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen, musste der Online-Auftritt von Karstadt im Weihnachtsquartal sogar leichte Umsatzrückgänge hinnehmen.

    Fanderl-Interview in der "Welt"

    Wirtschaft
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onlinerin vom Dienst
    Regina Theunissen
    0261/892267 oder 0170/6322020
    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

     

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Marius Reichert

    Mail | 0261/892 267

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Sonntag

    8°C - 14°C
    Montag

    10°C - 14°C
    Dienstag

    10°C - 15°C
    Mittwoch

    10°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!