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Santa Clara

Intel startet stark ins Jahr

Niemals zuvor ist der weltgrößte Chiphersteller Intel besser ins Jahr gestartet. Mit einem Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar und einem Gewinn von unterm Strich 2,4 Milliarden Dollar hat der Konzern das beste erste Quartal seiner Geschichte hinter sich.

Intel-Chef Paul Otellini
Intel-Chef Paul Otellini. Mit dem starken Abschneiden des Chipherstellers hatten die Börsianer nicht gerechnet.

Und der gute Lauf soll anhalten, wie Konzernchef Paul Otellini am Dienstag im kalifornischen Santa Clara verkündete: «Wir sind optimistisch für unser Geschäft.» Nachbörslich stieg der Kurs um mehr als 3 Prozent. Mit einem derart starken Abschneiden hatten die Börsianer nicht gerechnet. Der Umsatz lag um 44 Prozent über dem Vergleichszeitraum im Krisenjahr 2009, der Gewinn verdreifachte sich sogar beinahe.

Die gesamte Halbleiter-Branche war schwer von der Rezession in Mitleidenschaft gezogen worden. Für den deutschen Chiphersteller Infineon schlossen Branchenkenner zwischenzeitlich sogar eine Pleite nicht aus. Doch die Branche kehrte schneller als jede andere zu alter Stärke zurück.

Schon vor und erst recht während der Krise hatten sich viele Unternehmen mit neuer Hardware zurückgehalten. Die Anschaffungen holen sie jetzt nach. Zudem stößt Intel in immer neue Geschäftsfelder vor wie Chips für Mobiltelefone oder für die Bordelektronik von Autos. Kerngeschäft sind und bleiben aber Computerprozessoren. Drei von vier Stück stammen aus den Werken von Intel.

Der kleinere Rivale AMD legt am Donnerstag seine Zwischenbilanz vor. Mit IBM folgt am Montag ein weiteres Schwergewicht der Technologiebranche. Wegen der breiten Verwendung von Chips in vielen Geräten des täglichen Bedarfs gilt Intel als Gradmesser für die gesamte Wirtschaft.

Wirtschaft
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