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Inflation zieht an – Nahrungsmittel und Energie teurer

Deutschlands Verbraucher müssen für Nahrungsmittel und Energie im September deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das treibt die Teuerung insgesamt an. Besonders kräftig ist der Preissprung bei Butter.

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Die Teuerung in Deutschland zieht wieder leicht an.
Foto: Oliver Berg – dpa

Wiesbaden (dpa). Steigende Preise für Nahrungsmittel und Energie haben die Inflation in Deutschland auch im September angetrieben. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit bestätigte die Wiesbadener Behörde vorläufige Zahlen. Die gleiche Rate war bereits für den August festgestellt worden. Die monatliche Steigerung vom August zum September betrug 0,1 Prozent.

Tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr mussten Verbraucher vor allem für Nahrungsmittel, die sich um 3,6 Prozent verteuerten. Besonders kräftig war der Anstieg bei Speisefetten und Speiseölen (plus 34,2 Prozent), insbesondere Butter kostete deutlich mehr (plus 70,4 Prozent). Auch die Preise für Molkereiprodukte kletterten deutlich um 15,0 Prozent.

Energie verteuerte sich insgesamt um 2,7 Prozent. Leichtes Heizöl kostete vor Beginn der Heizsaison 12,9 Prozent mehr. An den Tankstellen mussten Autofahrer 4,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Teuerung im September bei 1,5 Prozent gelegen.

Die nach europäischen Standards errechnete Jahresinflationsrate (HVPI) lag ebenfalls bei plus 1,8 Prozent. Die Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Im gesamten Euroraum lag die Inflation im September nach ersten Zahlen des Statistikamtes Eurostat bei 1,5 Prozent.

Die EZB strebt mittelfristig für die 19 Staaten des gemeinsamen Währungsraumes ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung knapp unter 2,0 Prozent an.

Weil die Notenbank seit Jahren das selbst gesetzte Ziel verfehlt, versucht sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher dazu bringen, Investitionen aufzuschieben – das würde die Konjunktur abwürgen.

Statistisches Bundesamt zu Inflation

Preis-Kaleidoskop Bundesamt

Zeitreihe Leitzinsen der EZB

EZB-Kaufprogramme

Eurostat zu Inflation

Geldpolitische Beschlüsse der EZB 07.09.2017

Eingangsstatement EZB-Präsident Draghi 07.09.2017

Statistisches Bundesamt zu Inflation 9/2017 endgültige Zahlen

Wirtschaft
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