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    Hamburg

    HSH-Nordbank macht weiter Verluste

    Die mit Milliardenhilfe gerettete HSH Nordbank ist nach Einschätzung des Vorstands wieder auf einem guten Weg, macht aber in diesem Jahr noch weitere Verluste.

    HSH-Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher
    Der HSH-Vorstandsvorsitzende Dirk Jens Nonnenmacher sieht die Bank trotz Verlusten wieder auf einem guten Weg.

    Die Bank habe nach ihrer schweren Krise eine Radikalkur durchlaufen, ihre Kernprozesse auf den Prüfstand gestellt und ihre Ziele geändert, sagte Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher am Donnerstag in Hamburg. Sie habe nicht mehr das Ziel wie einst maximale Erträge zu erwirtschaften, sondern strebe ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko zu Ertrag an. «Wir haben in allen wesentlichen Bereichen einen großen Schritt nach vorne tun können», sagte Nonnenmacher.

    Das vergangene Jahr beendete die HSH Nordbank mit einem Verlust von 679 Millionen Euro und damit weniger als geplant. Im Jahr zuvor hatte der Verlust 2,8 Milliarden Euro betragen und die Bank an den Rand des Abgrunds geführt. Nur durch neues Eigenkapital von drei Milliarden Euro und weitere zehn Milliarden Euro Bürgschaften der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein konnte die Bank eine Insolvenz abwenden. Hauptursache waren zu viele Investments in hochriskante Finanzprodukte, deren Risiko in der Bank nicht überblickt wurde und die in der Finanzkrise drastisch an Wert verloren.

    Bilanzsumme stark geschrumpft

    Nun hat die Bank sich auf ihre Kernkompetenzen in der Region sowie in den Bereichen Schifffahrt, Verkehr und erneuerbare Energien konzentriert und alle problematischen Papiere sowie weitere verzichtbare Aktivitäten in eine Abbaubank ausgelagert. Die Bilanzsumme der Bank verringerte sich um rund 33 Milliarden Euro auf 175 Milliarden Euro, davon 77 Milliarden Euro in der Abbaubank. Dort landeten auch Schiffskredite in Höhe von rund acht Milliarden Euro, das entspricht einem guten Viertel aller Schiffsfinanzierungen der Bank. Sie gehört weltweit zu den führenden Schiffsbanken, will aber auch das Volumen dieses Geschäfts zurückfahren und an die neue Größe der Bank anpassen. Wegen der Schifffahrtskrise hat die HSH Nordbank ihre Risikovorsorge in diesem Bereich erheblich von 290 auf 713 Millionen Euro erhöht. Insgesamt stieg die Risikovorsorge von 1,9 auf 2,8 Milliarden Euro.

    Verkauf ab 2013 oder 2014

    «Wir haben viel erreicht, aber es sind weitere Meilensteine abzuarbeiten», sagte Nonnenmacher. Im Jahr 2011 werde die Bank wieder Gewinne erwirtschaften, ab 2012 Dividende erwirtschaften und ab 2013 oder 2014 für einen Verkauf an Investoren bereit sein. Dann entscheidet sich auch, ob die beiden norddeutschen Bundesländer mit Gewinn aus der Rettungsaktion herauskommen. Die Bürgschaften wurden von der Bank bislang nicht in Anspruch genommen, müssen aber von der Bank mit jährlich rund 400 Millionen Euro bezahlt werden. Das ist mehr, als die Länder dafür an Kosten aufwenden; sie machen also Gewinn. Für das zusätzlich bereitgestellte Eigenkapital besitzen die Länder HSH-Nordbank-Aktien, für die sie 19 Euro pro Stück bezahlt haben. Können sie beim Verkauf einen höheren Preis erzielen, endet auch dieses Geschäft mit einem Plus.

    Video Nonnenmacher-Vortrag: http://dpaq.de/pGUkU

    Wirtschaft
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