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    Amsterdam

    Gewinneinbruch: Philips streicht 4500 Stellen

    Nach einem erneuten Gewinneinbruch hat der niederländische Elektronikkonzern Philips den Abbau von weltweit 4500 Jobs angekündigt. Die Streichung der Stellen im Zuge eines Programms zur Einsparung von 800 Millionen Euro sei «ein bedauerlicher, aber unvermeidlicher Schritt».

    Philips
    Das Logo des niederländischen Elektronikkonzerns Philips.
    Foto: Koen Van Weel - DPA

    Das sagte Konzernchef Frans van Houten am Montag in Amsterdam. Der Weltkonzern müsse «agiler, schlanker und wettbewerbsfähiger» werden. Für das dritte Quartal 2011 verbuchte Philips einen Rückgang des Nettogewinns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 524 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro. Vor drei Monaten hatte der Konzern sogar einen Verlust von 1,345 Milliarden Euro für das zweite Quartal gemeldet, nach einem Gewinn von 262 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

    Etwa 1400 der angekündigten Stellenstreichungen sollen nach Philips-Angaben in den Niederlanden erfolgen. Dies mache etwa zehn Prozent des dortigen Personalbestands aus, teilte der niederländische Gewerkschaftsbund FNV mit. Betroffen seien vor allem Stellen im Management sowie in Abteilungen für Personal und IT. Wie der Stellenabbau andere Philips-Standorte treffen wird - darunter möglicherweise auch in Deutschland -, blieb zunächst unklar.

    Die Konzernumsätze des Herstellers von Medizintechnik, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Beleuchtungstechnik sanken den Angaben zufolge zwischen Juli und September von 5,46 auf 5,394 Milliarden Euro. Zu den Gründen gehörten die Abspaltung der verlustreichen TV-Sparte und ein eher lahmes Geschäft mit Unterhaltungselektronik.

    Kurzfristig sieht Van Houten keine grundlegende Verbesserung, an den mittelfristigen Wachstumszielen soll aber festgehalten werden. «Wir sehen erste Anzeichen für eine Beschleunigung des Wachstums durch eine Aufstockung der Investitionen in Innovation und Kundengewinnung». Philips hatte die Zielsetzung für sein Spar- und Reorganisationsprogramm erst im vergangenen September um 300 Millionen auf 800 Millionen Euro angehoben.

    Quartalsbericht von Philips

    Wirtschaft
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