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    Frankfurt/Main

    Flugsicherung lässt Schlichtung offen

    Im Tarifstreit bei den Fluglotsen lässt die Deutsche Flugsicherung eine Schlichtung offen. Da die Gewerkschaft noch keinen Streik an einem bestimmten Tag angekündigt habe, werde man derzeit auch nicht die Schlichtung beantragen, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

    Fluglotsen
    Fluglotsen im Kontrollzentrum der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen.

    Die Fluglotsen müssen einen Streik 24 Stunden im Voraus ankündigen. Wenn der Arbeitgeber dann die Schlichtung anruft, würde Friedenspflicht gelten, während ein Vermittler nach einer Lösung sucht.

    Die Gewerkschaft der Flugsicherung hatte am Vorabend einen Streik in der kommenden Woche beschlossen. Ab Montag 0.00 Uhr könne es überall in Deutschland zu einem Arbeitskampf kommen. Experten gehen davon aus, dass es nur zu regional begrenzten Streiks kommt. Einen flächendeckenden Streikaufruf gab es in der Geschichte der Gewerkschaft noch nie. In den 70er Jahren hatten allerdings wilde Streiks von Fluglotsen zu zeitweiligem Chaos im Luftverkehr geführt

    In dem Tarifkonflikt geht es nicht um die Bezahlung, sondern um die Arbeitszeiten der Fluglotsen, die je nach Belastung variieren. Die Gewerkschaft hat rund 3200 Mitglieder.

    Unterdessen sind bei den Piloten der Lufthansa die Gespräche über die Modalitäten der vereinbarten Schlichtung noch nicht beendet, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verschärfte indes ihren Ton gegenüber der Airline.

    Im Gespräch mit der Wochenzeitung «Die Zeit» wollte Cockpit- Vorstand Alexander Gerhard-Madjidi auch einen neuen Streik nicht ausschließen. Einigten sich die Parteien nur auf höhere Löhne, dann werde die Gewerkschaft «dafür sorgen, dass wir schnell wieder arbeitskampffähig sind», sagte er laut einer am Mittwoch verbreiteten Vorabmeldung der Zeitung.

    Schon Anfang 2011 könnte der Lufthansa dann der nächste Konflikt mit den Piloten drohen. Die Gewerkschaft will verhindern, dass schlechter zahlende Lufthansa-Töchter zur Konkurrenz im eigenen Haus werden. Parallel zur Schlichtung will die Lufthansa mit der Gewerkschaft bis Ende des Jahres in Arbeitsgruppen Grundsatzfragen klären.

    Wirtschaft
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