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München

Europa-Flaute belastet BMW

dpa

BMW bleibt trotz ungemütlicher Lage auf den europäischen Automärkten in diesem Jahr auf Rekordkurs. Dennoch stellen sich die Münchner auf ihrem Heimatkontinent auf eine lange Durststrecke ein.

BMW-Logo
Kappen mit dem Logo des Autoherstellers im BMW-Werk in Regensburg.
Foto: Marc Müller – DPA

Mit einem ersten Lichtblick sei frühestens im zweiten Halbjahr 2014 zu rechnen, sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Donnerstag in München. Die Flaute vor allem in Südeuropa kostete den Dax-Konzern auch im zweiten Quartal viel Geld. Die guten Geschäfte in Übersee, eine starke Finanzsparte und ein neuer Absatzrekord lassen die Kasse der Münchner aber weiter kräftig klingeln.

Unter dem Strich verdiente der Branchenprimus der Oberklasse im zweiten Quartal fast 1,4 Milliarden Euro, ein Plus von neun Prozent. «Trotz erheblichen Gegenwinds in vielen Automobilmärkten in Europa hat die BMW Group ein starkes zweites Quartal eingefahren», sagte Reithofer. Der Umsatz kletterte hingegen nur leicht um 1,8 Prozent auf 19,55 Milliarden Euro. Die Absatzflaute in Europa hinterlässt in der Bilanz der Pkw-Sparte hingegen deutliche Spuren. Der Gewinn hier knickte um 13 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro ein.

Vor allem hohe Investitionskosten und der Preiskampf mit Rabatten für die Kunden kosten Geld. Und die Belastungen dürften noch steigen: «Der Großteil der erwarteten Aufwendungen wird in das zweite Halbjahr fallen», ergänzte Finanzchef Friedrich Eichiner. Trotzdem sehen sich die Münchner weiter auf Kurs zu ihren Jahreszielen: Sie wollen bei Absatz und Umsatz neue Bestwerte aufstellen und die 7,8 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern aus dem Jahr 2012 halten.

Eine Rekordzahl erreichten die Auslieferungen im zweiten Quartal mit einem Plus von 6,6 Prozent auf 506 321 Autos bei den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Trotzdem legte der Umsatz nur leicht auf 19,55 Milliarden Euro zu. Ein Grund: Vor allem kleinere Modelle wie die 3er-Serie oder der Kompakt-SUV X1 trieben die Verkaufszahlen hoch. Diese Autos spülen aber nicht so viel Geld in die Kassen wie die größeren Modelle.

Die EBIT-Marge der Pkw-Sparte, mit der speziell die großen Premiumhersteller ihre Profitabilität vergleichen, lag bei 9,6 Prozent. Das ist zwar schon der obere Rand der konzerneigenen Prognose – allerdings habe alleine die Rabattschlacht in Europa den Wert um 0,5 bis 1,0 Punkte gedrückt, sagte Finanzchef Eichiner. Vor einem Jahr lag diese wichtige Kennzahl sogar bei 11,6 Prozent.

Die Volkswagen-Tochter Audi und BMW-Verfolger kam im zweiten Quartal 2013 auf 9,9 Prozent Rendite, Daimlers Tochter Mercedes-Benz verbesserte sich zwar auf 6,4 Prozent, fährt der Konkurrenz aber noch immer weit hinterher. Einen vorsichtigen Blick in die Zukunft wagte Konzernchef Reithofer indes beim Thema der alternativen Antriebe: Neben dem Elektroauto i3, das am Montag Weltpremiere gefeiert hatte, tüftelt BMW zusammen mit dem weltgrößten Autobauer Toyota auch an Autos mit Brennstoffzelle. Und für die könnten eine ähnliche neuartige Bauweise notwendig sein wie schon für die Elektroautos mit ihrer Carbon-Karosserie. «Auch hier halten wir für ein zukünftiges Serienfahrzeug – ähnlich der BMW i Familie – eine maßgeschneiderte Architektur für zielführend», sagte Reithofer.

Wirtschaft
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