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Brüssel

EU-Minister: Rettungsplan für Griechenland steht

dpa

Die 16 Euro-Staaten wollen dem hoch verschuldeten Griechenland notfalls mit bilateralen Krediten zur Seite stehen. Das sagte der Vorsitzende der Euro-Kassenhüter, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, nach Beratungen am Montagabend in Brüssel.

Griechische Euromünze
Athen sitzt auf einem Schuldenberg von 300 Milliarden Euro.

«Griechenland wird unterstützt, wenn es die Hilfe braucht», sagte Juncker. Bislang habe Griechenland aber nicht um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Hilfsplan beinhalte nur bilaterale Hilfen, aber keine Darlehensgarantien. Die technischen Details seien noch zu klären. Der Umfang des in der Geschichte der gemeinsamen Euro-Währung beispiellosen Hilfspakets blieb offen. Nach Spekulationen soll es sich um mindestens 25 Milliarden Euro handeln.

Eine endgültige Entscheidung müssten die EU-Staats- und Regierungschefs treffen. Sie werden sich am 25. und 26. März zu einem Gipfel in Brüssel treffen. Juncker sagte, es müsse aber nicht unbedingt beim nächsten Treffen der «Chefs» entschieden werden. Über den Zeitplan müsse der ständige EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy entscheiden. Der Chef der Euro-Gruppe sagte, die Vorschläge der Ministergruppe seien mit dem EU-Vertrag vereinbar.

Nach Junckers Worten wollen die Euro-Finanzminister mit diesem Schritt an die Finanzmärkte die Botschaft senden, dass sie Griechenlands Sparmaßnahmen für glaubwürdig halten. Griechenland hat mehr als 300 Milliarden Euro Schulden und gilt als Wackelkandidat des gemeinsamen Euro-Währungsgebietes.

Wirtschaft
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