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    Dr. Oetker auf allen Kontinenten

    Bielefeld (dpa). Pizza von Dr. Oetker in aller Munde: Der Bielefelder Lebensmittelhersteller ist mit dem Sprung nach Südafrika demnächst auf allen Kontinenten tätig.

    Richard Oetker
    Richard Oetker, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH, bei der Bilanz-Pressekonferenz.

    «Wenn alles gut läuft, werden wir den deutschen Schlachtenbummlern vielleicht zur Weltmeisterschaft in Südafrika die ersten Ristorante-Pizzen aus unserem Haus anbieten können», sagte Richard Oetker am Dienstag. Er stellte erstmals seit dem Wechsel an der Oetker-Spitze zu Jahresbeginn einen Geschäftsbericht vors.

    Demnach hat Dr. Oetker mit Produkten wie Pizza, Pudding und Müsli trotz weltweiter Wirtschaftsflaute seine Geschäfte 2009 ausgebaut. Der Umsatz wuchs dank des Auslandsgeschäfts um 5,5 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro, sagte Oetker. Im Ausland legte der Umsatz um 11,9 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zu. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg um drei Punkte auf 65 Prozent. Dagegen sanken die Erlöse im Inland um 4,7 Prozent auf 620 Millionen Euro. Der überwiegende Anteil des Umsatzzuwachses ging auf Zukäufe zurück. Ohne Akquisitionen betrug der Zuwachs rund 2 Prozent.

    Oetker sprach von einem zufriedenstellenden Ergebnis. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell nicht. Zu den Aussichten für 2010 wollte er sich nicht äußern. Der Januar habe die Erwartungen nicht erfüllt. Inzwischen habe sich das Geschäft etwas aufgehellt.

    Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2009 um mehr als 1000 auf etwa 9200. Davon arbeiteten knapp 5300 im Ausland, ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr von 20,6 Prozent. Darunter fallen die Akquisitionen in England (360 Beschäftigte), Argentinien (100) und Indien (490). In Deutschland seien durch «organisches Wachstum» fast 120 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

    Belastend im Inland seien der Preisverfall bei Frischeprodukten und der Preiskampf der Discounter gewesen, sagte Richard Oetker. Man habe etwa den Forderungen des Discounters Lidl nicht nachgegeben. «Für sowas wird man gelegentlich bestraft.» Lidl habe danach Trockenfertiggerichte und Müsli von Dr. Oetker «ausgelistet».

    Die Investitionen stiegen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent auf 117 Millionen Euro, davon 76 Millionen in Deutschland. In diesem Jahr soll die Summe in etwa wieder erreicht werden, hieß es.

    Wachstumsmotor bei Dr Oetker sei nach wie vor die Tiefkühl-Pizza, betonte Oetker. Nachdem die Bielefelder seit zwei Jahren unter dem Namen «Cameo» Marktführer im Pizza-Mutterland Italien sind, wurde auch in Finnland und Großbritannien die Spitze erreicht.

    Ermutigt durch ein Umsatzwachstum von 33 Prozent in Kanada soll auch der Weg auf den US-Markt fortgesetzt werden. «Da haben wir noch keinen Dollar verdient», räumte Oetker ein, er sei dennoch optimistisch. Der Markt sei mit rund drei Milliarden Euro noch etwas größer als der europäische. Mittelfristig strebe Dr. Oetker einen Marktanteil von 10 Prozent an, sagte Volkmar Preuß, Geschäftsführer für den Verkauf der Tiefkühlkost.

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