40.000
Aus unserem Archiv
FRANKFURT

Devisen: Unsicherheit über Griechenland belastet Euro

Die anhaltende Unsicherheit über das hochverschuldete Griechenland hat den Euro am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit Ende März gedrückt. Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3354 US-Dollar und damit etwa einen halben Cent weniger als am Morgen. Zwischenzeitlich war der Euro mit 1,3327 Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 26. März gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3340 (Dienstag: 1,3396) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7496 (0,7465) Euro.

"Die Schuldenkrise Griechenlands bleibt das bestimmende Thema", sagte Devisenexperte Rainer Sartoris vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Die Unsicherheit sei mit Gerüchten über einen Kapitalabzug und eine mögliche Aufweichung der Auflagen wieder an den Markt zurückgekehrt. Nach den Spekulationen vom Vortag wollen die Griechen die strengen Bedingungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) umgehen. Der griechische Finanzminister hatte die Gerüchte allerdings dementiert. Zudem habe man sich auch nicht bemüht, den Hilfsmechanismus von Europäischer Union (EU) und IWF in Anspruch zu nehmen.

Die griechische Regierung stellt den Banken des Landes unterdessen 15 Milliarden Euro als zinslosen Kredit zur Verfügung. Die Geldhäuser sollen damit den Kreditfluss an Unternehmen wieder in Gang bringen. Damit reagierte die Regierung auf Gerüchte, die Griechen hätten rund acht Milliarden Euro an privaten Geld ins Ausland geschafft und den Banken damit Liquidität entzogen. Die griechischen Banken sind die größten Abnehmer von Staatsanleihen des Landes. "Ein Mix an schlechten Nachrichten verhindert eine Erholung des Euro", sagte Sartoris. Konjunkturdaten – wie die robuste Auftragsentwicklung in Deutschland - würden in diesem Umfeld ignoriert.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87885 (0,88240) britische Pfund , 125,04 (126,04) japanische Yen und 1,4321 (1,4325) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.142,00 (1.132,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 27.326,60 (27.081,20) Euro.

Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Freitag

1°C - 10°C
Samstag

-1°C - 9°C
Sonntag

1°C - 6°C
Montag

1°C - 5°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Das Wetter in Koblenz
Freitag

2°C - 10°C
Samstag

-1°C - 9°C
Sonntag

1°C - 6°C
Montag

1°C - 5°C
UMFRAGE
Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Onliner vom Dienst
Jochen Magnus 
0261/892-330 

Kontakt per Mail 
Fragen zum Abo: 
0261/9836-2000 

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!