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FRANKFURT

Devisen: Euro steigt zeitweise über 1,38 Dollar

Der Euro hat am Donnerstag unter anderem wegen zunehmender Inflationssorgen und aus technischen Gründen zeitweise die Marke von 1,38 US-Dollar übersprungen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,3820 Dollar und damit rund einen Cent mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3773 (Mittwoch: 1,3731) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7261 (0,7283) Euro.

Immer mehr Notenbanker warnen inzwischen vor Inflationsgefahren. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret sprach am Donnerstag von einem deutlich eingetrübten Preisklima und mittelfristigen Aufwärtsrisiken für die Inflation. Ausschlaggebend sind stark gestiegene Preise für Energie, Rohstoffe und Nahrungsmittel. Vor allem die kräftig anziehenden Rohölpreise im Zuge der blutigen Auseinandersetzungen in Libyen bereiten den Währungshütern Sorgen.

An den Märkten steigt daher die Erwartung, dass die EZB schon bald Hinweise auf eine Anhebung der Leitzinsen geben könnte. Für Devisenexperte Harald Mathé vom Bankhaus Metzler sind die Gewinne beim Euro auch handelstechnisch bedingt. Inflationssorgen und Zinsängste spielten derzeit natürlich auch eine Rolle. Insgesamt sprach Mathé von einem eher ruhigen Handelstag.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85130 (0,84590) britische Pfund, 112,69 (113,69) japanische Yen und 1,2748 (1,2853) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.411,50 (1.409,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.420,00 (32.390,00) Euro.

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