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    FRANKFURT

    Devisen: Euro steigt nach Berg- und Talfahrt über 1,37 Dollar

    Der Euro ist am Dienstag nach einer heftigen Berg- und Talfahrt über die Marke von 1,37 Dollar gestiegen. Zunächst gab die Gemeinschaftswährung in der Nacht zum Dienstag kräftig um rund eineinhalb Cent auf gut 1,35 Dollar nach. Im Tagesverlauf konnte der Euro diese Verluste aber mehr als wettmachen und stieg bis zum späten Nachmittag auf 1,3703 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3667 (Montag: 1,3668) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7317 (0,7316) Euro.

    "Die starken Kursausschläge des Euro sind auf zwei Faktoren zurückzuführen", sagte Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenabteilung bei der Commerzbank. So sei die Gemeinschaftswährung zunächst wegen der bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in Libyen unter Druck geraten. "In einem derart unsicheren Umfeld wird traditionell der Dollar als sicherer Hafen gesucht". Auch das schwere Erdbeben in Neuseeland habe die Anleger in die US-Währung getrieben, sagte Leuchtmann.

    Im Tagesverlauf sorgten dann aber deutliche Worte aus den Reihen der EZB für Auftrieb beim Euro. So äußerten sich die Notenbankchefs Luxemburgs und der Niederlande besorgt über die zuletzt erhöhte Inflation im Währungsraum. Yves Mersch und Nout Wellink folgen damit anderen EZB-Vertretern, die ihren Ton zuletzt ebenfalls verschärft hatten. "Ob die EZB mittelfristig die Leitzinsen anheben wird, dürfte vor allem vom Ölpreis und möglichen Zweitrundeneffekten abhängen", sagte Leuchtmann. Wegen der Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika notieren die Ölpreise derzeit auf einem mehrjährigen Hoch. Hierfür könnten die Gewerkschaften in ihren Lohnverhandlungen einen Ausgleich fordern, was die Teuerung weiter befeuern würde.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84584 (0,84250) britische Pfund, 113,63 (113,68) japanische Yen und 1,28424 (1,2960) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1,401,00 (1.403,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 32.390,00 Euro.

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