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FRANKFURT

Devisen: Euro rutscht zeitweise unter 1,27 US-Dollar

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat die Talfahrt des Euro am Donnerstag nicht gestoppt. Die Gemeinschaftswährung sank zeitweise unter die Marke von 1,27 US-Dollar. Damit hält die steile Talfahrt des Euro weiter an. Allein seit Wochenbeginn büßte der Euro sechs Cent ein. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung kaum erholt 1,2712 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2727 (Mittwoch: 1,2924) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7857 (0,7738) Euro.

"Der Markt hat auf klarere und entschiedenere Aussagen von EZB-Präsident Trichet gehofft", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Es sei allerdings verständlich, dass sich Trichet nicht deutlicher zu fiskalpolitischen Themen geäußert habe. Die Aussage Trichets, dass der Ankauf von Staatsanleihen im EZB-Rat nicht diskutiert worden sei, habe den Euro kurzzeitig unter Druck gesetzt. Mit dieser Aussage sei das Instrument aber nicht gänzlich und auf Dauer ausgeschlossen. Am Markt war diese Möglichkeit zuletzt diskutiert worden. Der Euro bleibe insgesamt stark angeschlagen. Zuletzt hatten Zweifel an der Durchsetzbarkeit der drastischen Sparmaßnahmen in Griechenland und die Sorge vor einer Ausweitung der Krise den Euro massiv unter Druck gesetzt.

"Trichet war bemüht, die Befürchtungen einer möglichen Ansteckung weiterer Staaten der Eurozone zu zerstreuen", erklärte NordLB-Experte Christian Lips. Trichet habe versucht, die Märkte zu beschwichtigen. Die Risiken würden jedoch hoch bleiben, weshalb die Zinswende weiter in die Ferne gerückt sei. Die EZB hatte den Leitzins wie erwartet auf dem Rekordtief von 1,00 Prozent belassen. Neue Impulse könnte aus Sicht von Praefcke der US-Arbeitsmarkt am Freitag liefern. Bei einem unerwartet kräftigen Beschäftigungsaufbau könnte der Euro erneut massiv unter Druck geraten.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84295 (0,85510) britische Pfund , 119,34 (122,66) japanische Yen und 1,4132 (1,4325) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.185,25 (1.165,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 29.721,20 (29.169,60) Euro.

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