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FRANKFURT

Devisen: Euro rutscht auf den tiefsten Stand seit Mai 2009

Der Euro hat seine Talfahrt auch am Freitag fortgesetzt. Trotz schwacher Arbeitsmarktdaten aus den USA rutschte die Gemeinschaftswährung mit 1,3639 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2009 ab. Hauptgrund ist die anhaltende Sorge über die angespannte Haushaltslage in mehreren Euro-Ländern. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3691 (Donnerstag: 1,3847) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7304 (0,7222) Euro.

Wegen der Haushaltsprobleme im Euroraum hat die Gemeinschaftswährung seit Jahresbeginn fast zehn Cent an Wert eingebüßt. "An den Märkten herrscht die Flucht in Qualität vor", sagte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "Hiervon profitiert auch der Dollar als weltweite Reservewährung." Nachdem in den vergangenen Wochen zunächst der hochverschuldete Euro-Staat Griechenland den Euro belastete, kommen nun Sorgen über weitere angeschlagene Länder wie Portugal, Spanien oder Italien hinzu. "Das ist schon eine neue Qualität der Problematik", sagte Leuchtmann.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA setzten den Dollar indes nur kurzzeitig unter Druck. So war die erhoffte Trendwende am US-Arbeitsmarkt auch im Januar ausgeblieben, nachdem ein abermaliger Beschäftigungsabbau gemeldet wurde. "Unterstützung erhielt der Dollar jedoch von der gesunkenen Arbeitslosenquote", sagte Leuchtmann. Nachdem hier der Höhepunkt überschritten sein dürfte, steige die Wahrscheinlichkeit für eine erste Zinserhöhung der US-Notenbank in der mittleren Frist. Dies würde den Zinsnachteil des Dollar zum Euro verringern.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87325 (0,87310) britische Pfund , 122,49 (125,68) japanische Yen und 1,4682 (1,4690) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.058,00 (1.083,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 24.827,00 (25.710,55) Euro.

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