40.000
Aus unserem Archiv
FRANKFURT

Devisen: Euro profitiert nur zeitweise von EU-Rettungsschirm

Der Euro hat am Montag nur zeitweise von dem beispiellosen Rettungsschirm für finanzschwache Euro-Länder profitiert. So hatte die Gemeinschaftswährung bis zum Mittag zunächst drastisch um rund drei Cent auf knapp 1,31 US-Dollar zugelegt. Bis zum späten Nachmittag gab der Euro die Gewinne aber fast vollständig wieder ab und kostete zuletzt 1,2830 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2969 (Freitag: 1,2746) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7711 (0,7846) Euro.

Die EU-Staaten hatten sich in der Nacht zum Montag darauf geeinigt, angeschlagenen Euro-Staaten mit bis zu einer halben Billion Euro unter die Arme zu greifen. Weitere 250 Milliarden Euro sollen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) kommen. "Der vereinbarte Rettungsschirm ist natürlich eine ganz große Nummer", begründete Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels bei der BayernLB, den kräftigen Kurssprung des Euro. "Trotzdem bleibt der Handel sehr nervös, auch weil die Marktliquidität vergleichsweise gering ist." Zudem bestehe bei der Marke von 1,31 Dollar ein recht starker Widerstand. Auch deswegen habe der Euro im Nachmittagshandel korrigiert.

"Grundsätzlich kann ich die Dramatik, die vor allem vergangene Woche in der Abwärtsbewegung des Euro gesehen wurde, nicht ganz nachvollziehen", gab Burgheim zu bedenken. So notiere der Euro derzeit auf dem Niveau von vor einem Jahr. "Fundamental ist der Euro immer noch leicht überbewertet." Gleichwohl sieht Burgheim nun eine gute Chance, dass der Euro künftig nicht mehr so stark durch die europäische Schuldenkrise belastet wird. "Der Stimmungsumschwung kann ganz schnell kommen." Beispielsweise könnten die Märkte zusehends auf die ebenfalls sehr hohe Verschuldung in Großbritannien und den USA abstellen, was den Euro zusätzlich entlasten würde.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86405 (0,86805) britische Pfund , 120,97 (117,84) japanische Yen und 1,4248 (1,4144) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.196,50 (1.202,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 29.693,30 (30.356,70) Euro.

Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Mittwoch

3°C - 7°C
Donnerstag

2°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

3°C - 6°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Das Wetter in Koblenz
Mittwoch

2°C - 5°C
Donnerstag

2°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

3°C - 6°C
UMFRAGE
Aus für die Lindenstraße - Wird Ihnen die Kultserie fehlen?

Das Ende der Fernsehserie „Lindenstraße“ sorgt für Diskussionen. Viele sind mit ihr aufgewachsen, werden die Kultcharaktere vermissen. Sie auch?

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!