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FRANKFURT

Devisen: Euro gibt weiter nach – Diskussion um Griechenland-Hilfen

Der Euro ist zum Wochenausklang abermals von der Diskussion um mögliche Hilfen für das hochverschuldete Griechenland belastet worden. Am späten Freitagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3515 US-Dollar und damit rund einen Cent weniger als am Morgen. Bis zur Wochenmitte hatte sich der Euro noch sichtlich erholt und war über 1,38 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3548 (Donnerstag: 1,3660) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7381 (0,7321) Euro.

"Die politische Debatte um finanzielle Hilfen für Athen kocht wieder hoch", sagte Devisenexperte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Dies sei umso bemerkenswerter, als sich die Lage in den Tagen zuvor sichtbar entspannt hatte. "Maßgeblich für die erneuten Spannungen sind nicht zuletzt Äußerungen aus den Reihen der Bundesregierung." So hatte es in den vergangenen Tagen teils widersprüchliche Aussagen zu einem möglichen Rettungspaket für Griechenland gegeben.

"Entscheidend für die weitere Entwicklung des Euro wird der EU-Gipfel Ende kommender Woche sein", sagte Rieke. Am kommenden Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel, um erneut die Schuldenkrise Griechenlands zu beraten. Während sich die Bundesregierung zurückhaltend mit Blick auf konkrete Hilfen gibt, drängt Griechenland auf klare Zusagen. "Sollte es auf dem Gipfel nicht zu einer Entscheidung kommen, dürfte der Euro weiter unter Druck geraten."

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89450 (0,89400) britische Pfund , 122,86 (123,33) japanische Yen und 1,4374 (1,4474) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.105,50 (1.122.75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.598,25 (26.394,95) Euro.

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