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FRANKFURT

Devisen: Euro fällt zeitweise unter 1,41 US-Dollar

Der Kurs des Euro ist am Freitag wegen der anhaltenden Verunsicherung der Investoren im Zuge der Schuldenkrise weiter zurückgefallen. Händler nannten die Schuldenkrise in der Eurozone und den drohenden Zahlungsausfall der USA als Ursache für die Kaufzurückhaltung der Anleger an den Devisenmärkten. Im Nachmittagshandel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4119 US-Dollar, nachdem sie zuvor zeitweise auf ein Tagestief bei 1,4092 Dollar abgerutscht war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4146 (Donnerstag: 1,4202) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7069 (0,7041) Euro.

Der Euro zeigte sich zum Wochenschluss schwach, obwohl Italien am Nachmittag ein milliardenschweres Sparpaket im Kampf gegen die Schuldenkrise verabschiedet hatte. Als letzte Kammer stimmte auch das Abgeordnetenhaus in Rom dem Programm der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu. Das Sparpaket der Italiener wird an den Finanzmärkten dennoch eher kritisch bewertet, sagte der Experte Dirk Gojny von der HSH Nordbank. Der mit Abstand größte Teil der Einsparungen ist erst für die Zeit nach der laufenden Legislaturperiode der Regierung in Rom geplant. Zudem habe auch eine verschärfte Tonart der Ratingagenturen an die Adresse der USA den Euro zum Wochenschluss nicht stützen können. Nach Moody's hatte in der Nacht zu Freitag auch Standard & Poor's den Vereinigten Staaten mit dem Entzug ihrer erstklassigen Kreditwürdigkeit gedroht.

Zudem konnte der Euro am Nachmittag auch nicht von unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus den USA profitieren. Vor allem das Stimmungsbarometer der Universität von Michigan zur Kauflaune der Verbraucher in den USA war deutlich schwächer als erwartet ausgefallen und lieferte eine Enttäuschung für die Anleger an den Märkten. Vor dem Hintergrund der schwelenden Schuldenkrise und einer ganzen Reihe von unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus den USA sind "die Investoren sind an den Devisenmärkten einfach verunsichert und wissen nicht in welche Währung sie investieren sollen", sagte der Experte Gojny.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87750 (0,88095) Britische Pfund , 111,97 (112,24) Japanische Yen und 1,1577 (1,1575) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.578,50 (1.590,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35.240,00 (35.430,00) Euro.

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