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FRANKFURT

Devisen: Euro erholt sich – 'Verteidigungslinie' bei Yen hält

Der Euro hat sich am Donnerstag weiter erholt und ist erstmalig seit gut einem Monat über die Marke von 1,31 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,3117 Dollar und damit fast eineinhalb Cent mehr als am Morgen. Deutlich unter Druck geriet unterdessen der Franken nach der Zinsentscheidung der Schweizer Notenbank. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro gegen Mittag auf 1,3078 (Mittwoch: 1,2989) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7646 (0,7699) Euro. Der Goldpreis setzte seinen Höhenflug fort und stieg auf ein neues Rekordhoch.

"Die Erholung des Euro ist vor allem auf eine geringere Risikoscheu der Anleger zurückzuführen", sagte Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels bei der BayernLB. Nachdem der Dollar als weltweite Reservewährung lange von der hohen Unsicherheit an den Märkten profitiert hatte, sorge die leichte Entspannung nun für Gewinne beim Euro. "Hierzu trug auch eine erfolgreiche Auktion spanischer Staatsanleihen bei." Das hochverschuldete Euro-Land hat sich am Donnerstag zu deutlich günstigeren Konditionen am Kreditmarkt refinanzieren können – ein Zeichen größeren Zutrauens der Investoren.

Noch stärker legte der Euro zum Schweizer Franken zu. "Die Schweizer Notenbank hat wohl einige Marktteilnehmer enttäuscht, die auf eine leichte Zinsanhebung spekuliert hatten", sagte Burgheim. Der Japanische Yen notierte unterdessen sowohl zu Euro als auch Dollar auf dem verminderten Niveau vom Vortag, als Japan erstmals seit sechs Jahren gegen die starke heimische Währung intervenierte. "Die Marke bei 85 Yen pro Dollar dürfte eine Art Verteidigungslinie für die japanische Notenbank sein. Zumindest heute hat sie gehalten", so Burgheim.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83720 (0,83550) Britische Pfund , 111,93 (111,04) Japanische Yen und 1,3225 (1,3019) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.272,50 (1.267,00) Dollar gefixt. In der Spitze wurde für eine Feinunze (31,1 Gramm) der Rekordwert von 1.277,70 Dollar bezahlt. Der Kilobarren Gold kostete 31.000,00 (31.200,00) Euro.

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