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FRANKFURT

Devisen: Euro erholt sich kaum von starken Verlusten in Vorwoche

Der Euro hat sich am Montag kaum von seinen kräftigen Kursverlusten in der Vorwoche erholt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3662 US-Dollar und damit nur etwas mehr als am Freitag. Damit notiert der Euro weiter auf dem tiefsten Stand seit fast neun Monaten. Am Freitag war der Euro erstmals seit Mai 2009 unter 1,36 Dollar gerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3675 (Freitag: 1,3691) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7313 (0,7304) Euro.

"Die alten Themen bleiben weiterhin bestimmend", sagte Devisenexperte Özgür Atasever vom Bankhaus Metzler. Der Handel sei mangels neuer Konjunkturdaten aber eher dünn. Hauptgrund für die jüngste Schwäche des Euro war die anhaltende Sorge über die angespannte Haushaltslage in mehreren Euro-Ländern. Der Euro hatte in den vergangenen Tagen fünf Cent gegenüber dem Dollar verloren. Auch die Aussagen vom G7-Treffen am Wochenende hätten nicht für eine grundlegende Erholung gesorgt, sagte Atasever.

Am Samstag waren die Kursverluste des Euro auch eines der wichtigsten Themen des Finanzgipfels der G7-Staaten. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrieländer forderten Griechenland auf, seine Haushaltsprobleme in den Griff zu bekommen. Auch die Situation in Portugal und Spanien wurde mit Sorge betrachtet. Aus Sicht von Atasever geht es nicht mehr nur um Griechenland, sondern um eine Vielzahl von Wackelkandidaten. Die größten Sorgen müsse man sich um Spanien und Italien machen. Vor diesem Hintergrund sei die neuerliche Kursschwäche des Euro nachvollziehbar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87610 (0,87325) britische Pfund , 122,07 (122,49) japanische Yen und 1,4659 (1,4682) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.064,00 (1.058,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 25.179,10 (24.827,00) Euro.

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