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FRANKFURT

Devisen: Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten treiben Euro über 1,35 US-Dollar

Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten haben den Euro am Mittwoch wieder über die Marke von 1,35 US-Dollar getrieben. Am späten Nachmittag kostete der Euro 1,3519 Dollar und damit gut einen Cent mehr als noch am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3479 (Dienstag: 1,3482) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,7419 (0,7417) Euro.

"Der Euro hat von den enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt profitiert", sagte Devisenexpertin Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der überraschende Stellenabbau beim ADP-Bericht sei ein ungünstiges Vorzeichen für den Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die aktuelle Markterwartung eines kräftigen Stellenaufbaus könnte zu optimistisch sein. Zwar dürften die offiziellen Zahlen vom Beschäftigungsaufbau wegen der anstehenden Volkszählung profitieren. Ob es aber tatsächlich zu der deutlichen, auch vom Privatsektor getragenen Beschäftigungswende komme, sei nach den Daten offen. Insgesamt habe sich das Bild für den Euro etwas aufgehellt.

Mit den enttäuschenden Daten seien Zinserhöhungserwartungen in den USA wieder etwas nach hinten gedrängt worden, erklärte Stork. Eine Erholung am Arbeitsmarkt gilt gemeinhin als Vorbedingung für höhere Leitzinsen. Der unerwartet kräftige Rückgang beim Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago sollte hingegen nicht überbewertet werden. Auch nach dem Rückgang liege dieser Indikator nach wie vor auf einem recht hohen Niveau. Am Donnerstag werden entsprechende Daten für die gesamte USA veröffentlicht.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88980 (0,89330) britische Pfund , 125,93 (124,80) japanische Yen und 1,4276 (1,4316) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.115.50 (1.107,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.615,70 (26.607,40) Euro.

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