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    Frankfurt/Main

    Deutsche Bank bei Postbank noch nicht am Ziel

    Die Deutsche Bank hält an ihrem Zeitplan zur Postbank-Übernahme fest. Deutschlands größte Bank wies am Montag Spekulationen zurück, sie stehe bereits unmittelbar davor, die Mehrheit an dem Bonner Institut auch ohne die Anteile der Postbank- Aktionäre zu übernehmen.

    Deutsche Bank/Postbank
    Die Deutsche Bank hält derzeit rund 31 Prozent an der Postbank.

    Ein Frankfurter Investmentbanker hatte der «Financial Times Deutschland» gesagt: «Die Deutsche Bank hat die Postbank bereits im Sack.» Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte, dass das Übernahmeangebot noch bis einschließlich Donnerstag gelte und danach eine weitere zweiwöchige Frist folge, in der der Aktionäre ihre Postbank-Anteile der Deutschen Bank andienen könnten. Erst danach wisse man, was Sache sei.

    Die Deutsche Bank, die derzeit rund 31 Prozent an der Postbank hält, hat den Postbank-Aktionären das gesetzliche Minimum von 25 Euro je Aktie geboten. Bis Ende vergangener Woche hatten nur wenige das Angebot angenommen - auch weil das Pflichtangebot an die Deutsche Post vor einem Jahr bei 45 Euro pro Aktie gelegen hatte. Deutsche- Bank-Chef Josef Ackermann will die Mehrheit an der Postbank noch vor Jahresende übernehmen und das Bonner Institut bis dahin in sein Haus eingliedern.

    Sollten die Aktionäre ihre Anteile nicht abgeben, könnte Ackermann nach dem Zeitungsbericht Plan B aus der Schublade holen. In diesem Fall könne die Bank beispielsweise die Übernahme des verbleibenden 39,5-Prozent-Anteils der Post an der Postbank vorziehen. Diese Anteile soll die Deutsche Bank nach bisheriger Vereinbarung bis 2012 übernehmen.

    Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte allerdings, das Haus habe keine geheimen Pläne im Tresor: «In der Angebotsunterlage (für die Postbank-Aktionäre) sind alle einschlägigen Vereinbarungen nach den gesetzlichen Regeln offenzulegen. Dieser Verpflichtung ist die Deutsche Bank in vollem Umfang nachgekommen. Die dort gemachten Angaben waren und sind vollständig und richtig.»

    Wie die «FTD» berichtet, drohen der Deutschen Bank bei einer Änderung ihrer Strategie Klagen, etwa von der europäischen Aktionärsvertretung Deminor. Auch die Beteiligungsgesellschaft Effecten Spiegel, ein Postbank-Aktionär, hat rechtliche Schritte angekündigt, weil ihrer Ansicht nach die Deutsche Bank den anderen Anteilseignern außer der Post das gleiche Angebot zum gleichen Zeitpunkt hätte machen müssen.

    Informationen zum Übernahmeangebot Postbank

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