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Frankfurt/Main

Deutsche Aktien gehen schwach aus dem Handel

Neue Sorgen um die hohe Staatsverschuldung Griechenlands haben am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt zu weiteren Gewinnmitnahmen geführt. Der Dax fiel um 0,81 Prozent auf 6171,83 Punkte.

Der MDax sank um 1,33 Prozent auf 8255,33 Punkte und der TecDax verlor 0,92 Prozent auf 829,04 Punkte. Börsianer begründeten die Kursverluste mit Gerüchten über den Abzug von Geldern aus griechischen Banken durch internationale Finanzinstitute sowie dem anhaltenden Anstieg der Risikoprämien für griechische Staatsanleihen im Vergleich zur 10-jährigen Bundesanleihe. Der Aufschlag auf die als sicher geltenden deutschen Anleihen kletterte am Mittag auf den höchsten Stand seit Bestehen des Euro. Ein gesunkenes Haushaltsdefizit in Griechenland sorgte inzwischen jedoch für etwas Entspannung.

Finanzwerte litten besonders unter der angespannten Lage der Staatsfinanzen in Griechenland. Vor diesem Hintergrund sackten die Papiere der Deutsche Bank um 1,69 Prozent auf 56,280 Euro ab. Die Commerzbank-Aktien verloren gar 2,18 Prozent auf 6,282 Euro. Für die Allianz-Titel ging es um 1,81 Prozent auf 93,70 Euro nach unten. Unter Druck standen unterdessen auch die als konjunktursensibel geltenden Stahlwerte. So sanken ThyssenKrupp-Titel um 1,52 Prozent auf 26,30 Euro, die Aktien von Salzgitter gaben 1,49 Prozent ab.

Besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die Aktien der Lufthansa, die nur um 0,16 Prozent auf 12,785 Euro sanken. Börsianer verwiesen darauf, dass die Streikandrohung der Lufthansa-Piloten vom Tisch ist.

Zu den wenigen Gewinnern zählten als defensiv geltende Aktien von Pharma- und Medizintechnikunternehmen, allen voran Merck mit plus 0,58 Prozent. Im MDax sprangen Gerresheimer um 5,89 Prozent auf 24,635 Euro. Börsianer begründeten dies mit Übernahmespekulationen.

Auch die anderen europäischen Börsen weiteten ihre Vortagesverluste aus: Der EuroStoxx 50 sank um 1,09 Prozent auf 2942,31 Punkte. In Paris und London schlossen Aktien ebenfalls schwach. In New York standen die wichtigsten Indizes zum Börsenschluss in Europa auch tiefer.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,73 (Mittwoch: 2,77) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,25 Prozent auf 125,27 Punkte zu. Der Bund Future stieg ebenfalls um 0,25 Prozent auf 123,42 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3296 (1,3340) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7521 (0,7496) Euro.

/infoline/wirtschaft/boersefrankfurt/
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